Hier werden wir einige Programme vorstellen und gleichzeitig die Installation von Paketen zeigen. Für jede erdenkliche Aufgabe gibt es mehrere Programme, es lohnt sich, einige zu testen und dann das Lieblingsprogramm zu benutzen. Vorerst beschränken wir uns auf die Programme, die im Textmodus laufen.
In YaST
kann man neue Programme installieren und bereits installierte
Programme wieder entfernen. Dazu wählt man im Hauptmenü
,,Installation festlegen/starten`` und im folgenden Bildschirm
,,Konfiguration ändern/erstellen`` aus.
Nun sehen wir die sogenannten Serien, in denen die einzelnen Programme (Pakete) thematisch geordnet sind. Mit wählt man eine Serie an. Nun sieht man die einzelnen Programme. Die Buchstaben vor den Programmen bedeuten folgendes: das Paket ist bereits installiert (x) bzw. das Paket soll installiert ({i), reinstalliert (r) oder gelöscht (d) werden.
Mit können wir Pakete zur Installation oder Deinstallation auswählen. Danach wird die Paketauswahl über 10 verlassen.
Einige Pakete bauen auf anderen Paketen auf. YaST paßt auf, daß jeweils alle benötigten Pakete installiert werden und meldet, wenn etwas fehlt. Mit der Option ,,Auto`` werden dann die fehlenden Pakete automatisch installiert.
Wenn man alle Serien durchgeschmökert hat (was man unbedingt machen sollte, es findet sich viel Interessantes - was natürlich auch Unmengen an freiem Plattenplatz voraussetzt), verläßt man die Serienauswahl mit und wählt ,,Installation starten``. Danach läuft alles wie bei der Standardinstallation ab.
Damit Ihr nicht gleich alle Serien durchstöbern müßt (das kann nämlich
dauern), haben wir hier einige interessante Sachen
herausgesucht. Hinter der Programmbeschreibung steht immer ein Verweis
auf Serie und Paket, damit Ihr nicht so lange suchen müßt. Als
Beispiel muß hier die bash herhalten, sie residiert in Serie
a im Paket bash.
Wer ein Programm öfter benutzt, sollte sich mal die Hilfedateien durchlesen, da findet man allerhand nützliches. So ist es zum Beispiel ohne weiteres möglich, mutt, tin oder lynx auf der Konsole farbig laufen zu lassen. Auch kann man mutt so dressieren, daß er Bilder, die an eine eMail angehängt sind, auf der Textkonsole anzeigt (!).

Auf der aktuellen SuSE ist das Java Developement Kit 1.1.7v3-2
enthalten. Es umfaßt einen Compiler, Interpreter und Appletviewer.
Es ist sowohl der Gnu C/C++-Compiler als auch der egcs-Compiler enthalten. Wenigstens einer dieser beiden sollte installiert sein, damit man nachträglich Programme und den Kernel übersetzen kann. Die nötigen Pakete sollten standardmäßig angewählt sein.
Als Debugger empfiehlt sich der Gnu-Debugger, der aber etwas
umständlich zu bedienen ist. Es gibt aber das Programm Data
Display Debugger, das eine schöne grafische Oberfläche auf den
Gnu-Debugger setzt.
Auch hier stehen wieder mehrere Varianten zur Auswahl: Der Free
Pascal Compiler ist soweit wie möglich kompatibel zu Turbo
Pascal 7.0 und Delphi II. Dagegen ist der Gnu-Pascal
Compiler auf Kombatibilität mit Borland Pascal 7.0
ausgelegt. Beide Pakete bieten Erweiterungen, die die Originale nicht
besitzen.