War viel los in letzter Zeit!
Wenn ich mal nen Garten habe, werde ich mir definitiv auch ein Saunahäuschen da reinstellen. Das ist ja einfach nur genial! Und bezahlbar ist's auch.
Ich habe meine Schokofontäne eingeweiht. Nachdem ich - ähnlich Homer Simpsen, was das Frittieren von Essen angeht - ja schon jahrelang die Meinungen "alles schmeckt besser, wenn es mit Käse überbacken ist" und "alles schmeckt besser mit Schokolade" vertreten habe, konnte ich die daraus resultierende logische Schlussfolgerung "Käse mit Schokolade muss furchtbar lecker sein" gestern experimentell nachweisen. Und ich hatte Recht, das schmeckt wirklich!
Wobei ordinäre Erdbeeren mit Schokolade auch nicht zu verachten sind.
Gestern abend kam King Kong im Fernsehen. Da gibt es ja bestimmt mehr als eine Verfilmung - ich hatte bisher aber noch nie einen King Kong gesehen. Es rangierte zwischen langweilig, trashig und heilige-scheiße-was-bringen-die-denn-hier-im-Abendprogramm: Wahnwitzige Kampfszenen mit Dinosauriern, die locker Jurassic Parc in den Schatten stellen (nur der hubschrauberfressende Hai in Deep Blue Sea ist noch besser) und Ekelkrabbelviecherszenen mit überdimensionalen Käfern, Kakerlaken und anderem Krabbelgetier, die noch überraschender kamen als die Vogelspinnengrube im ersten Asterix-Realfilm hatte ich schlicht und einfach nicht erwartet.
Ob das im Ur-King-Kong auch schon so drin war?
Die Landschaft und Architektur der Insel war dagegen ziemlich genial. Das hätte alles direkt aus Shadow of the Colossus stammen können.
Zum ersten Mal(?) in meinem Leben habe ich zu Weihnachten Kartoffelsalat und Würstchen gegessen. Und auch noch selber am Kartoffelsalat geschnippelt, Kochen macht Spaß.
Und ebenfalls zum ersten Mal war ich in einem Babyladen und habe die Wiegen, Bettchen und Kinderwagen durchstöbert. Insbesondere der Kinderwagenkauf scheint mir interessanter als der eines echten Autos zu sein. Was es da alles gibt! Am meisten fasziniert hat mich der, der sich durch Lösen einer Arretierung auf schwenkbare Achsen umstellen lässt. Das fährt sich dann wie ein Radlader. Turns on a dime!
(Ausgeliehen von Ralf - danke! Ich hab mehrere Tage gebraucht, bis ich gemerkt habe, dass das hier ja nur Teil 1 ist und ich mir Teil 2 ja auch noch ausleihen muss :-)
Worum geht's? Gemischte Schlachteplatte. Rumrennen, Monster plätten, deren Seelen aufsammeln, ein paar einfache Puzzles und ein paar Geschicklichkeitseinlagen. Das ganze grafisch äußerst opulent präsentiert (lediglich einige der vorgerenderten(!) Videosequenzen fallen auflösungsmäßig deutlich ab), ein netter Soundtrack, gutes Spielgefühl und ein sehr schönes Setting: phantastische Monumentalbauten, Tempel, Statuen, Klippen, alles dabei (ein wenig wie Shadow of the Colossus, aber leider ist man nicht so allein und ungestört. Und ein Pferd gibt's auch nicht!).
Man ist im antiken Griechenland und arbeitet (sprich: kämpft) sich vom Sterblichen, der im Auftrag der Götter unterwegs ist, hoch, bis man selbst ein Gott ist. Hat man so schon mal ein Spiel beendet? Ich habe schon das nächste Sonnensystem besiedelt (Civilization), ich habe ganze Welten vor dem Untergang gerettet (Final Fantasy, Ultima), ich habe getanzt, bis mir die Füße schmerzten (Dance Dance Revolution), aber zum Gott befördert wurde ich noch nicht. Das hat mal Stil.
Stil hat übrigens das ganze Spiel: Es hat hierzulande keine USK-Freigabe, ist also übelst ab 18. Das schlägt sich im Blood&Gore-Faktor sowie der gesamten Spielathmosphäre nieder: blutig, düster und brutal (übrigens laut dem Making-Of explizite Designziele. Jungs, habt ihr gut gemacht!). Es gibt sogar Titten zu sehen (das erste Mal, dass mir sowas auf der PS2 begegnet ist!): nachdem er die Hydra besiegt hat, nimmt sich unser Held zwei barbusige Mädels mit ins große Bett auf seinem Schiff. Der Weg nach Athen ist lang und immer nur aufs Wasser gucken macht starke Männer traurig. Der irgendwie liebenswerte, fiese und bösartige Charakter unseres Helden kommt nach geglückter Überfahrt so richtig zur Geltung, als er den beiden Grazien nur ein "ich will euch nicht mehr sehen, wenn ich zurückkomme" an den Kopf wirft. Viel Sprechen tut er sonst ja nicht in dem Spiel. Ein antiker halbnackter muskelbepackter Machometzler. Wer wollte so eine Rolle nicht schon immer mal übernehmen? Ganz großes Kino.
Genrebedingt muss man mit einigen der üblichen Einschränkungen vorlieb nehmen: Wenn an einer Stelle der Level "zu Ende" ist, dann kann man halt nicht von der Klippe springen. Oder über den kleinen Busch klettern. Oder durch ein Fenster. Oder einfach mal eine Klappleiter mitnehmen oder schnell irgendwas improvisieren und den gesamten Pandoratempel durch Überklettern im Schnelldurchgang lösen.
Irgendwie musste ich mittendrin an Metroid denken: Die Level waren - alle sehr schön und optisch passend - unterschiedlich gestaltet (Feuerwelt, Wasserwelt, Berge, eine Wüste, alte verlassene Tempel), ich schlich mutterseelenallein durch feindverseuchte Landstriche, es gab antike Schätze zu heben und die ganzen alten Tempel sahen so aus, als ob vor mir jahrundertelang keiner da war. Ein deutlicher Unterschied war aber die Geradlinigkeit: Wo man in Metroid mit Backtracking und Kartenzeichnen beschäftigt ist, spielt sich God of War so straightforward wie Final Fantasy X. Das war bei FFX ein wenig doof, ist hier aber nicht als Minuspunkt gemeint.
Ein Punkt ist aber doch ein wenig enttäuschend: Direkt am Anfang startet das Spiel mit einem massiven, mehrteiligen Endgegner, der nicht durch einfaches Hau-Drauf zu besiegen ist. Imposant! Von sowas gibt's aber im weiteren Spielverlauf leider nicht mehr viel zu sehen. So richtig riesig werden die Bosse nicht mehr und so richtig interessante Taktiken braucht man auch nicht mehr. Schade.
Stattdessen gibt es zwischendrin jede Menge "Standardmonster", die etwas mehr aushalten. Diese kann man in Minigames verkloppen, wozu man entweder bestimmte Tastenkombinationen treffen oder wildes Button-Mashing durchführen muss. Dazu passend gibt's dann - direkt ins Spielgeschehen integriert - besonders blutige (und lohnende) Abgänge der Feinde.
Hierbei - und beim Öffnen von schweren Türen, wozu man ebenfalls Buttonmashing betreibt - ist die Steuerung zwar eigentlich einfach, aber auch immer etwas nervig und anstrengend. Und genau das macht für mich einen großen Reiz des Spiels aus: Einem vier Meter hohen wütenden Minotaurus ein Messer in den Rachen zu rammen ist (vermutlich, ich hab das noch nie versucht) eine anstrengende Angelegenheit. Und genau das Gefühl hat man auch, wenn man sich das Ergebnis am Joypad zusammenhämmert. Das muss man sich jedes Mal wieder richtig erarbeiten. Herrlich!
Ansonsten ist die Steuerung zwar komplex, aber beherrschbar - nach dem Spiel hat man sein Joypad wenigstens mal komplett benutzt. Ein wenig störend ist nur, dass man, wenn man einmal eine Combo gestartet hat, diese nicht mehr abbrechen kann. Man ist dann durchaus ein bis zwei Sekunden lang blockiert, bis man wieder was machen kann - falls man nicht vorher einen auf die Nase bekommt, was die Combo abbricht. So richtig sauer aufgestoßen ist mir das aber auch nur im allerletzten Bosskampf - aber da gibt's sowieso plötzlich ganz andere Angriffsmoves und -combos, so dass man sich komplett umgewöhnen muss. Ein prima Übergang zum nächsten Absatz, denn:
Der Schwierigkeitsgrad war für mich genau richtig, nur zum Schluss zog er etwas an: Am Ende des Hades habe ich bei den rotierenden Balken mit den Messern die nur umständlich erreichbaren (dick beinhalteten!) Bonuskisten liegen gelassen, da hätte ich ins Joypad gebissen, bis ich die lebend eingesammelt hätte. Und ganz am Ende im letzten Teil des finalen Bossfights bin ich so oft gestorben, ohne auch nur ansatzweise Land zu sehen, dass ich da dann den Vorschlag des Spiels angenommen habe und auf Easy umgestellt habe.
Der Rest des Spiels habe ich aber in der Normaleinstellung gemeistert. Ehrlich.
Fazit: God of War hat mich begeistert und die investierte Zeit (ziemlich exakt 10 Stunden laut Spielstand, da kommen nochmal 10% drauf für nicht gespeicherte Tode...) hat sich definitiv gelohnt. Genau das richtige, um sich nach der Arbeit ein wenig zu berieseln und abzuspannen. Ich freue mich auf den Nachfolger.
PS: Kommt mir das nur so vor oder hat der Totengräber von Athen die gleiche Stimme wie der Colonel aus Metal Gear Solid 2?
SCUS 97472 Zwei Worte: Boss Rush :-) Absolut genial das Spiel. Einfach eine super Atmosphäre und auch eine interessante Story (welche sich aber größtenteils erst im Abspann entfaltet). Mein erster Eindruck war ja: Huch, wie grausam und brutal! Ich renne jetzt hier herum und töte uralte Wesen, die keiner Fliege was zu leide tun. Der Soundtrack ist einfach klasse! Besonders hervorgehoben wird das dadurch, dass die Musik nicht ständig spielt, sondern passend einsetzt. Auch die grafische Umsetzung kann sich sehen lassen: Auf dem Pferd neben einem monströsen Koloss herzureiten und ihn mit Pfeil und Bogen anzugreifen ist schon fast filmreif umgesetzt. Apropos Pferd: Agro ist mein neues Lieblingspferd, Epona hat ausgedient :-) Der kann sogar langsam rückwarts gehen und mit den Ohren wackeln. Was mich nur verwundert ist, dass Agro zwar Schritt und Galopp beherrscht, aber keinen Trab... Typisch japanisch überzeugt das Spiel natürlich auch mit kleinen Details (wo kann man sonst seinem Pferd lobend auf den Hals klopfen oder im Steigbügel vom Pferd hängend durch die Gegend reiten?). Der gespannte Bogen zu ICO ist auch fein. Die Landschaftsgestaltung ist ebenfalls ausgesprochen gut. Steckenweise sieht es aus wie die Hochebene aus FFX, ist aber deutlich umfangreicher und detaillierter. Die folgenden technischen Schwächen sollen nicht verschwiegen werden, mir haben sie das Spiel aber nicht vermiesen können: - manchmal hakelige Steuerung
- vereinzelte Grafikfehler (Clipping, Schatten)
- "springende" Landschaften beim Nachladen (aber dafür auch keine Ladepausen!)
- manchmal macht die Kamera Mist
- Einbrüche in der Framerate (besonders bei den leckeren Lichteffekten)
- Seitenwind in unterirdischen Gängen?
Fazit: Genial. Und jetzt brauche ich schleunigst was neues, ich habe nichts ungespieltes mehr. Ob ich mir GUN bestelle? Oder vielleicht doch mal versuche, mich in マスモンKIDS einzuarbeiten? Aber das ist japanisches Rohformat...
Huch, das ging schnell. Keine 6 Stunden. Ein tolles Spiel, besonders optisch und atmosphärisch. Da ich zuvor Prince of Persia gespielt hatte, fand ich die Bewegungsfähigkeiten des Helden etwas engeschränkt, habe mich dann aber schnell dran gewöhnt. Eine einzige Stelle ist so fies, dass ich mir von Maxi helfen lassen musste, der Rest ist nicht besonders schwierig. Beim zweiten Durchspielen gibt es ein paar Boni (u.a. kann ein zweiter Spieler Yorda spielen), die eine Wiederholung lohnenswert machen. Dieses Spiel hat einfach ein besonderes Feeling. Sehr toll. Vielleicht spiele ich das wirklich noch einmal durch. Ansonsten vertiefe ich jetzt Shadow of the Colossus (welches seine Verwandschaft zu ICO nicht verstecken kann), das habe ich nämlich wegen meines Festhängens in ICO schon bis zum dritten Koloss angespielt.
Der GameCube ging zurück an meinen Bruder und ich habe meine PS2 wieder in den Händen. Passend dazu lag endlich Shadow of the Colossus im Briefkasten. Im Briefkasten? Nicht ganz. Ich war das ganze Wochenende über weg. Samstag Mittag hat sich mein Postkasten mit Werbezeitungen, der neuen c't und der aktuellen FUNime gefüllt, da hat der zollamtlich bearbeitete Umschlag mit dem Spiel keinen Platz mehr gefunden. Das lag dann halt bis zum späten Sonntag abend, als ich nach Hause kam, im Treppenhaus auf dem ersten Absatz. Ob das ein freundlicher Paketentgegennehmer dort geparkt hat oder der Postbote selber, weiß ich nicht. Hat aber geklappt, das Ding ist sicher angekommen. Gespielt wird jetzt aber nicht! Ich habe mir nämlich endlich von Maxi den Vorgänger ICO ausgeliehen und der muss natürlich zuerst durchgespielt werden.
Kleine Messe, kleiner Artikel. Nachdem auf dem Konzert so viel über die Größe, Wichtigkeit und das Wachstum erzählt wurde, waren wir ziemlich enttäuscht, was den Umfang der Messe anging: sie fand in lediglich vier Hallen statt, wobei nur zwei relevant waren (Games/Hardware - in den anderen Hallen tummelten sich Edutainment, Business-Vorträge, Spiele-Unis und GaGa-TV). Wirklich bahnbrechendes gab es nicht zu sehen. Twilight Princess war spielbar, aber das halbstündige GameSpot-Video zeigt das gleiche. Shadow of the Colossus, der ICO-Nachfolger, ist auch schon spielbar und sieht dabei gut aus. Interessant und mir bisher unbekannt war Okami für die PS2. Cosplay gab es nur ganz wenig ( Ragnarök Online), als Ausgleich aber Booth-Babes (Cleavage vs. Arschfrissthose). Nach nicht einmal drei Stunden waren wir durch. Beim nächsten Mal nehmen wir das Abendticket (von 15:30h bis 18:00h für 4,50EUR statt 10,00EUR). Oder gehen erst gar nicht hin.
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