Habe ich nicht erst einen neuen Dynamo gekauft? Toll war er ja, aber leider will er bei Regen nicht wirklich. Also den nächsten Dynamo gekauft und angebaut - der ist jetzt doppelt so teuer und hoffentlich auch doppelt so gut. Mangels Regen (ja ja, gutes Wetter ist auch was schönes) kann ich das erstmal nur glauben und nicht testen. Immerhin habe ich schon Übung beim Tausch und wundere mich nicht mehr darüber, dass ich zwei Lampen mit drei Drähten habe. Die Königsdisziplin war diesmal die Gangschaltung: Seit mehreren Monaten ist mein Bowdenzug hinten gerissen. Das ist an und für sich nicht schlimm, da es aufs kleinste Ritzel gesprungen ist und ich mit den drei Ritzeln vorne bestens auskomme. Aber man kann das natürlich auch wieder ordentlich heile machen. Nachdem der neue Bowdenzug nun mehrere Monate im Keller gelegen hat, sollte er also ans Fahrrad. Nach einigem Herumgerätsele (ich habe noch nie eine Schaltung auseinandergenommen, meine Anleitung zur Schaltung habe ich seit dem Umzug nicht mehr gesehen und bei Shimano wird die SL-RS40 wegen "zu alt" wohl nicht mehr geführt) habe ich den Bowdenzug drinnen und das Schalten funktioniert. Schalten Sie auch nächstes Mal wieder ein, wenn es heißt: "Schaltung justieren ohne Anleitung". Urks.
Nach dem heutigen Wechsel auf Winterreifen sagte mir meine neue Werkstatt, dass ich nach 100km zum Nachziehen der Radmuttern kommen soll. Klingt vernünftig, aber warum haben meine bisherigen Werkstätten sowas nicht gesagt? Zur Fahrradreparatur habe ich mir einen Satz Schraubenschlüssel zugelegt. Vorne Maulschlüssel, hinten mit Ring. Wie ich jetzt festgestellt habe, gibt es so schlaue Konstruktionen, bei denen die größen nicht über Kreuz vertauscht sind. Der 10er Schlüssel ist an beiden Enden gleich groß. Im Umkehrschluss heißt das, dass ich zum Festziehen von Mutter und Schraube gleicher Größe das ganze Set noch ein mal kaufen kann. Ich schaue mal ob ich das mit der Frage: "Gibt es diese Konstruktion auch in schlau?" umtauschen kann.
...dass dein Reifen mal wieder Luft braucht, wenn sich der Dynamo aufgrund fehlenden Anpressdrucks nicht mehr dreht. ...dass irgendetwas komisch ist, wenn das Frontlicht nur noch leuchtet, sobald du die Vorderbremse leicht betätigst.
Münster, Fahrradhauptstadt und was weiß ich nicht noch alles, hat viele leetzenbezogene Besonderheiten zu bieten. Eine davon ist mir heute in der Innenstadt aufgefallen und ich will sie einfach mal Fahrrad-SPAM nennen: Abgestellte Fahrräder bekommen haufenweise Werbezettel in die Körbe geworfen oder auf den Gepäckträger geklemmt. Das kannte ich bisher nur mit Scheibenwischern auf öffentlichen Autoparkplätzen.
Nette ausgiebige Fahrradtour heute. Zur Nachahmung empfohlen. Östlich nach Angelmodde und dort dann an die Werse und hier in Flussrichtung am linken Ufer halten. Wenigstens bis Handorf kann man am Fluss entlang radeln. Normalerweise befahre ich breite, gerade, flache Strecken: Straßen, Feldwege oder die Radwege am Kanal. Diese Tour war anders, was sie sehr interessant gemacht hat. Die Werse mäandriert vor sich hin - der Radweg ebenfalls. Er ist meist eher klein und ziemlich kurvig. Streckenweise mäandriert er sogar in der dritten Dimension! Eben noch auf Flusshöhe am Ufer entlang, 100 Meter weiter ist man dann an einer Böschung ganze 5m über dem Wasser! Das macht die gesamte Fahrt ziemlich abwechslungsreich. Auch musste ich diesmal öfter von meiner Standard-Reisegeschindigkeit Abstand nehmen: Die Wege sind klein, uneinsichtig, scharf abknickend und streckenweise stehen sogar Bäume mitten im Weg. Da kommt keine Langeweile auf und man schläft beim Radeln nicht ein ^^. Die Werse mündet in die Ems und ein kleines Stück weiter westlich gibt es Interessantes zu sehen: hier fließt der Dortmund-Ems-Kanal über die Ems - und das gleich zwei Mal (alter und neuer Kanalverlauf). Wen das technisch nicht beeindruckt, der hat hier noch anderes zu gucken: Bereits im Stadtgebiet Münster kann man am Kanal den einen oder anderen oben-ohne-Badegast sehen. Nördlich von Münster werden es dann vereinzelt komplette Nackedeis. Und da, wo der alte Trog über die Ems geht, scheint ein mehr oder weniger offizieller FKK-Treffpunkt zu sein! Ich war deshalb am Kanal, weil ich einen Umweg über das Road House am TÜV gemacht habe, um dort zu speisen. Hat mich jetzt aber nicht sonderlich begeistert - wenn ich Burger essen will, dann gehe ich lieber zum Mr. Cooper's am Raschplatz in Hannover (aber da gab es einen Betreiberwechsel gab und seitdem war ich nicht mehr da - früher war es auf jeden Fall gut).
Der neue Sattel ist hiermit amtlicherdings tauglich für längere Touren. Schön. Als nächstes brauche ich wohl einen Kartenhalter für den Lenker. Nicht, um Karten zu lesen (das macht man vor der Fahrt, danach verlässt man sich auf Bauchgefühl, Schilder und den Sonnenstand, wo bleibt denn sonst der Spaß?), sondern für die musikalische Untermalung: Das Cutey Honey Opening bekomme ich ja hin, aber immer nur ein Lied ist langweilig. Und bei Yasashisa ni tsutsumareta nara und Geki! Teikoku Kageki-dan bin ich momentan (früher war alles besser!) nicht mehr textsicher genug.
...ich sollte nicht so viel Fahrrad fahren, das nutzt sich ab. Vorne hat das Licht einen Wackelkontakt, leider lässt sich das nicht debuggen. Also erstmal ein neues Kabel dran und gucken, ob das tut (ist mal was, was ich noch nicht repariert habe). Und der mit Panzerband geklebte kleine Ritz auf meinem Sattel hat sich inzwischen zu einem Graben geweitet, hier hilft nur ein neuer Sattel. Auch der muss nun dran. Wer sich fragt, was aus dem Fahrradkorb geworden ist: Der Rucksack kann auch flacher gelegt werden und ich bekomme zwischenzeitlich mein Bein etwas höher (wenn die Hose mitmacht).
Mit dem Rucksack auf dem Fahrrad ist ok, aber auf Dauer wird der Rücken schlecht belüftet. Gleich morgens auf der Arbeit Duschen zu müssen ist nicht gerade toll. Also muss ein Transportbehältnis her - gesagt, tungetan. Flacher Fahrradkorb, Rucksack passt, ich passe davor auf den Sattel, mein Hintern auch und wenn ich die Rucksacktrageriemen um den Sattel schwinge, kann ich keiner den Rucksack einfach im Vorbeigehen mitgehen lassen. Klingt alles ganz brauchbar - nur kann ich jetzt nicht mehr vom Fahrrad absteigen. Der Rucksack steht aufrecht auf dem Korb und so hoch bekomme ich mein Beinchen nicht geschwungen. Der erste Absteige-Versuch endete jedenfalls beinahe auf meiner Nase. Was bleibt zu tun? Keine Ahnung. Am Wochenende wird herumprobiert, vielleicht finde ich einen Trick. Oder eine alternative Befestigung.
Schon das zweite Mal in vier Wochen: Morgens super Wetter (heute sogar T-Shirt-Wetter bereits um 08:00h), nach der Arbeit dann fettes Gewitter. Langsam gewöhne ich mich an Sturzregen auf dem Fahrrad. Ist ja irgendwie auch lustig, Wasser ist gesund. Und so warm/schwül, wie es heute war, ist man zu Hause auch wieder trocken.
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