Nachdem die üblichen Verdächtigen sich mit einem bunten Strauß an Ausreden (Ich muss Arbeiten, Ich ziehe um, Das ist mir zu weit, Ich hab's vergessen) einer nach dem anderen verschiedet haben, bin ich ganz allein zusammen mit Maxi zum
CineAsia-Filmfestival nach Köln gefahren.
Abseits der beiden Filme, die wir geguckt haben (
Paprika und
Tekkon Kinkreet), begegneten uns dabei einige wundersame Sachen:
Auf dem Weg zum Bäcker (Mittagessen wäre sonst ausgefallen) stolperten wir über zwei Kerle, die in der City Gratis-Umarmungen verteilten. Kam mir bekannt vor, bin ich schon mal bei
Youtube drüber gestolpert. Sogar der WDR war mit
Reporter und Kamera da und hat berichtet. Wenn mich der Reporter angesprochen hätte, hätte ich ihn statt der Kerle umarmt :-) Aber keine Zeit für sowas, wir mussten das erbeutete Essen vertilgen und zum zweiten Film zurück ins Kino.
Nach dem Film haben wir den Rückweg zum Auto angetreten und stolperten dabei über ein
Werk von Space Invaders direkt
vor dem Hauptbahnhof. Faszinierend! Davon hatte ich nämlich erst vor kurzem
gelesen (
hier und
hier mehr dazu). In Retrospektive kamen wir überein, schon Ende 2004 im Japanurlaub in Shibuya
ein solches Ding gesehen zu haben.
Anschließend waren wir noch in Düsseldorf in der Immermannstraße, um einzukaufen und zu essen. Nachdem wir all unser Bargeld (und das meine ich ernst! wir wären aus dem Parkhaus nicht mehr rausgekommen) im
Shochiku-Supermarkt ausgegeben hatten, hieß es Geld einkaufen (Postbank, Gebühren, brrrr) und Essen fassen.
Ich hatte zwar schon von den mittäglichen Schlangen am
Naniwa, unserem eigentlichen Ziel, gehört, aber auch abends um 18:00h warteten immer noch einige hungrige draußen auf der Bank. Wir hatten aber Sofort-Hunger. Nächster Versuch: Das
Kushi-Tei of Tokyo. Hier wurde uns auf Japanisch erklärt, dass vor 20:00h auch nichts frei war - zum Glück hatte ich zufällig Maxi vorgeschickt, der konnte den Kellner ganz gut verstehen. (Stimmt, jetzt erinnere ich mich auch, dass Jörg mal erwähnt hat, dass die da kein oder nur ganz wenig Deutsch sprechen...)
Gelandet sind wir dann im
Takumi bei einer leckeren Portion Ramen. Dekoration des Ladens war u.a. ein 2x4m² großes Holzschild an der Wand, auf dem mit weißer Farbe handschriftlich ein deutscher Erklärungstext zum Thema Ramen geschrieben worden war. Sah nett aus. Die Tatsache, dass (handschriftlich!) hinter den Unterüberschriften jeweils ein "[Bearbeiten]" gepinselt war, ließ uns Vermutungen anstellen, woher der Text wohl
stammt :-)
Danach ging es wieder zum Musik hören ins Auto und zurück auf die Piste. Ein schöner Ausflug!