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Eisenhorn: Xenos · Malleus · HereticusDienstag, 21. Juni 2011
978-1-84416-156-0
Nochmal Warhammer 40.000, nochmal düstere, beklemmende Zukunft. Ähnlich wie bei Gaunt's Ghosts: The Founding geht es auch diesmal wieder nicht um die genetisch überzüchteten unbesiegbaren Space Marines, sondern um mehr oder weniger einfaches Fußvolk. Hier gibt es andere Einblicke in die gigantische Maschinerie des Imperiums: Anstatt wie bei Gaunt's Ghosts einer Einheit von Soldaten zu folgen (ich hatte bei Gaunt immer das Bild eines russischen Kommissars ähnlich wie in Enemy at the Gates vor Augen) geht es diemal um eher geheimdienstliche Aktivitäten und Hexenjagden. Eisenhorn ist ein Inquisitor und als solcher auf der Jagd nach Außerirdischen, Dämonen, Heretikern und ihren Anhängern. Wo Gaunt's Ghosts eine Kriegsdokumentation war, geht es hier eher um Detektivgeschichten, bei denen gezielt ermittelt wird. Dan Abnett schreibt wie gewohnt sehr gut (sein Stil gefällt mir mehr und mehr) und dieser dicke Sammelband (drei Einzelromane plus zwei Kurzgeschichten) hat mir echt gut gefallen, was meine Lesegeschwindigkeit bestätigt: Dicker Brocken, ging aber weg wie nix. Einziger kleiner Wermutstropfen: Wenn am Ende eines jeden Buches der Bösewicht ausgemacht ist und die Verstärkung zum Stürmen seiner Bastion eintrifft, geht die finale Schlacht viel zu schnell vorbei. Da könnte Abnett ruhig noch ein oder zwei detailliertere Kapitel einschieben — dass er solche Kämpfe abwechslungsreich und spannend beschreiben kann, hat er in Gaunt's Ghosts ja bewiesen. Alles in allem: Sehr gut. Auch das hier wäre wohl ein guter möglicher Ersteinstieg in das Warhammer 40k-Universum. Das Imperium, seine Strukturen, seine Bewohner und viele Hintergründe werden nebenbei erklärt und genauer vorgestellt. Grmpf, das Buch war ja nur geliehen, das muss ich tatsächlich wieder zurückgeben… Schade! Artemis Fowl and the Atlantis ComplexFreitag, 17. Juni 2011
ISBN 978-0-141-32804-1
Ist schon ein wenig her, dass ich den Band gelesen habe. Grobes Fazit: Ganz nett, stellenweise witzig, inzwischen noch umfangreich abgedrehter als die Vorbände (man muss ja immer noch einen draufsetzen). Keine Offenbarung der Schreibkunst, aber für den siebten Band ganz nett. Beim Potter war bei der Nummer schon lange die Luft raus. Das Buch ließ sich recht schnell und angenehm weglesen, mehr gibt's auch gar nicht zu sagen. The Name of the WindMittwoch, 15. Juni 2011
978-0-7564-0474-1
„Hier.“ „Was ist denn das?“ „Lies einfach, ist gut.“ „Aber ich habe doch keine Zeit!“ Die hab ich mir im Urlaub dann aber doch genommen und es hat sich gelohnt! The Name of the Wind ist das Erstlingswerk von Patrick Rothfuss. Es ist ein Fantasy-Werk, in dem ein alter Tavernenbesitzer seine Lebensgeschichte erzählt — offensichtlich war er mal ein richtiger Held und hat so einiges mitgemacht. Das Buch besteht also aus vielen Rückblenden, die miteinander verflochten sind. In diesem Band (es werden wohl insgesamt drei) geht es um seine Jugend. Der Vergleich mit Harry Potter drängt sich auf, da er an der Universität Magie lernen will und irgendwie bei allem, was er so anstellt, überdurchschnittlich begabt ist. Aber irgendwie ist das Buch ganz anders. Fasziniert hat mich die schon fast wissenschaftliche Aufarbeitung des ganzen: Das Magiesystem ist sehr physikalisch ausgelegt (es gibt z.B. einen Energieerhaltungssatz), es wird sich über unnütze Politik oder zersplitterte Währungs- und Einheitensysteme lustig gemacht und so weiter, das ist recht intellektuell. Die gesamte Kultur scheint, obwohl sie vorindustriell ist, extrem fortgeschritten zu sein: Die Medizin hat sehr gute Erkenntnisse, es gibt hochentwickelte Metallurgie und ähnliches. Die Universität heißt nicht umsonst so. Auf der anderen Seite hat das Buch aber auch seine heiteren und leichten Seiten: Die handelnden Figuren scherzen durchaus mal und es kommen diverse anzügliche und doppeldeutige Bemerkungen vor. Das ist a) genau auf meiner Wellenlänge und b) in meinen sonstigen Büchern eher nichtexistent. Trotzdem ist das Buch keine Komödie, das Leben damals ist kein Zuckerschlecken, besonders nicht, wenn man sich als Vollwaise in einer dreckigen Stadt als Bettler durchschlagen muss. Rothfuss lässt sich in diesem ersten Band viel Zeit und beschreibt genau und detailliert und so kann es gerne auch weitergehen: War schade, als es zu Ende war, da hätte er noch viel mehr erzählen können! Der zweite Band ist schon bestellt. Die Amazon-Kommentare sind da leider nicht mehr ganz so begeistert wie vom ersten Band, aber davon werde ich mich selbst überzeugen. Marvels and wondersMontag, 9. Mai 2011
Bin ich über A Platypus Robot Primer: The Marvel Universe gestolpert. Mit Mangas bin ich ja ganz gut warm geworden, ganz früher hab ich Lustiges Taschenbuch, Fix & Foxi und Yps gelesen — aber mit amerikanischen Superheldencomics hatte ich noch nie so richtig zu tun. (Tim und Struppi kenne ich nur in Hörspielform. Auch so eine Lücke.)
Und ich sage ja immer: Horizonterweiterungen sind immer gut! Und ich sage auch immer: Verallgemeinerungen sind immer falsch. Also mal rumgeguckt, was ich mir von den empfohlenen Marvel-Comics bei Amazon bestellen könnte. Das war gar nicht so einfach, da es sich um teilweise vergriffene Ausgaben handelte, preislich verteilte sich das ganze auch, mit irgendwas um die 10€ ging es los. Bei den höheren Preisen war meine "nur mal gucken"-Schmerzgrenze überschritten. Wohl auch zurecht. Was kam nun also raus? Astonishing X-Men Vol 1: Gifted (2004; Joss Whedon and John Cassaday) hab ich mir also besorgt. Joss Whedon - woot! Das muss ja gut werden! War aber nicht. Ich habe den Sammelband an einem Abend durchgelesen (na ja, eher -geblättert): Es ist ganz und gar kein Funke übergesprungen. Das war einfach öde. Keine aufregende Story, nichts. Als ich durch war, war das so ein "ach, aha, naja - und das soll jetzt gut sein?" Auch grafisch hat mich das nicht vom Hocker gehauen, eher im Gegenteil: Im ganzen Sammelband verstreut gab es ca. 4 verschiedene Gesichtsausdrücke - da bietet ein durchschnittliches Love Hine-Cover mehr Abwechslung. Zum Glück liegt es wohl nicht an mir, denn auch Zweitleser bestätigten mir ein "äääh, untoll". Keine Ahnung, wie es das in die Top-5-Empfehlungsliste geschafft hat. Nextwave Vol 1 (2006; Warren Ellis and Stuart Immonen) war mein zweiter Versuch - das Ding habe ich mir ausgeliehen, da es nicht mehr ganz so preisgünstig wie der vorhergehende Sammelband zu bekommen war. Es wurde mir mit der Beschreibung "total lustig und abgedreht" überreicht, also so, wie es zuvor beworben wurde. Ich weiß nicht. Der Humor lag mir kein bisschen. Ich kann über vieles Lachen, angefangen von Dr. Slump-Fäkalhumor über Switch bis hin zu nerd-only-Wortspielen, für die man gehauen wird, aber in dem Comic war bis auf die Szene mit den Snakes on a Plane nichts dabei, was mich hat lachen lassen. Echt. Und ich habe gesehen, dass sich da sehr nach Gags bemüht wurde. Zu sehr sogar. Viel mehr war da nicht drin. Ah! Beim Schreiben dieser Zeilen kommt mir gerade folgende Erleuchtung: Ich habe hier im Schrank Gen 13 Bootleg: Grunge: The Movie! (1997; Adam Warren) und Gen 13: Magical Drama Queen Roxy #1-3 (1998; Adam Warren) stehen, die mir mal als "US-Comics im Manga-Stil! Lustig!" angepriesen wurden. Da ging es mir genauso: War nichts für mich, verkrampfte Gags, es sprang kein Funke über. So it's 1998 all over! Nun kommt es aber doch noch zu einem Guten Ende™. Ist ja nicht so, dass ich alles stumpf schlechtrede und mich durch gar nichts begeistern lasse. Völlig unerwartet und nicht auf der obigen Jubelliste enthalten wurde mir Marvel 1602 (2003; Neil Gaiman and Andy Kubert and Richard Isanove) zugespielt. Das hat mir gefallen. Es spielt in einem alternativen Universum, in dem die ganzen Marvel-Helden im Amerika im Jahre 1602 gestrandet sind. Sehr interessant gemacht, das passt alles gut zusammen und hier habe ich auch was über mir bisher unbekannte Helden gelernt - das sollten ja eigentlich auch die anderen Bände oben bieten, aber da machte das keinen Spaß. Jetzt, wo ich in der Wikipedia lese, dass es hier noch drei Nachfolgebände gibt, bin ich ja fast versucht, gleich zum Bestellbutton zu greifen... Von mir aus gibt's eine Leseempfehlung für Marvel: 1602 und ein Finger-Weg! für alles andere. YMMV, as always. Weitere Empfehlungen werden natürlich gerne entgegengenommen. Auch Richtung Frankobelgisch. Horizonterweiterung und so :) The FoundingSonntag, 23. Januar 2011
ISBN 978-1-84416-369-4
Boah, was für ein Brecher! Das Buch ist eine Sammelausgabe, die drei ganze Romane beinhaltet. Ordentlich toter Baum, da hat man mal was in der Hand. Das ist jetzt mein zweiter Warhammer 40.000-Roman (und der erste, der wirklich im 41. Jahrtausend spielt) und wie der erste wieder von Dan Abnett. Horus Rising war schon gut, dieses Buch war aber nochmal besser. Unglaublich detailliert und dazu noch spannend geht es hier um den imperialen Kommissar Gaunt und seine Einheit, die sogenannten Gaunt's Ghosts. Teilweise durch Rückblenden verfolgt man ihren Weg von den absoluten Anfängen und der Gründung bis zu ihren ersten bedeutenden Erfolgen auf dem Schlachtfeld. Und ganz am Ende wird auch die drängende Frage beantwortet: Wenn er nur mit 2000 Leuten anfängt und ihm ständig welche wegsterben, wie will er dann mit seiner Einheit noch weitere Bücher füllen? Den mittleren Teil fand ich etwas schlechter, dort wurden einzelne Charaktere tiefer eingeführt (das ist erstmal nichts schlechtes), aber pro Kapitel jeweils genau einer (fast schon so gestellt wie Vorstellungs-Folgen in einem beliebigen Anime) und die einzelnen Kapitel umfassten jeweils eine einzeln stehende Kurzgeschichte - die war mir aber jeweils zu kurz. Die großen Handlungsbögen drumherum fand ich deutlich besser - aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Zu meiner Überraschung gibt es The Founding deutlich mehr und detailliertere Schlachten, Kämpfe und Tote als in Horus Rising. Dabei stehen dieses Mal keine genetisch mutierten Supersoldaten, sondern ganz normale Menschen, ja sogar ziemliche Underdogs, die auf dem Schlachtfel. Auch kommt (typisch für das Szenario) eher rückständige Technik zum Einsatz, der Stellungskampf und Grabenkkrieg in der ersten Schlacht könnten auch genausogut irgendwo an der Westfront im ersten Weltkrieg stattgefunden haben. Dan Abnett beschreibt das ganze ziemlich blutig, ziemlich direkt und — soweit ich das von meinem behüteten Schreibtischstuhl aus beurteilen kann — ziemlich realistisch. Ich kann nachvollziehen, dass er im Vorwort zu Horus Rising schreibt, dass er öfter gefragt wird, ob er Kriegsveteran sei (Antwort: nein). Wenn sich, so wie ich das bisher beobachtet habe, ein Anti-Kriegsfilm dadurch auszeichnet, dass er den Krieg besonders detailliert grausam zeigt und dadurch abschreckend wirkt, handelt es sich hier definitiv um ein Anti-Kriegsbuch. Trotz des ziemlich „platten“ Themas „schlachten, kämpfen, töten“ — hier geht es neben politischen Intrigen und Machtkämpfen schließlich fast ausschließlich um den W40K-typischen ewigen Krieg gegen das Chaos (und manchmal die Orks) — muss ich sagen: mich hat das Buch von den Socken gehauen und ich hab's so ziemlich verschlungen. Sowas kannte ich in der Form noch nicht und ich hätte nicht gedacht, dass es mir so gut gefällt. Muss mich dringend nach den Folgebänden umgucken (dringender noch als bei Horus Rising), aber erstmal widme ich mich meinem Stapel hier, da ist genug anderes zu lesen. Horus RisingDienstag, 4. Januar 2011
ISBN 978-1-84416-294-9
Eigentlich waren die Tage vor und um Weihnachten sehr voll - und das im doppelten Sinne: Einerseits zeitlich, denn es war so viel los in der kurzen Zeit, dass ich eigentlich zu nichts gekommen bin. Andererseits fresstechnisch, es war einfach zu viel zu leckeres in zu kurzer Zeit - ich musste die Hälfte stehenlassen. (Für dieses Jahr kam die Idee auf "Wir kochen nicht mehr so aufwändig, wir gehen stattdessen am ersten Feiertag einfach mittags essen!". Netter Versuch, aber wir haben uns dann auf den Gegenvorschlag "Wir lassen am ersten Feiertag einfach das Mittagessen komplett ausfallen!" geeinigt.) Trotz dieses vollen Rahmenprogrammes habe ich dieses Buch in unter einer Woche durchgelesen. Entweder war doch weniger los als ich mir einbilde oder das Buch war zu gut - ich tendiere zu letzterem! Bis auf Internet-Hintergrundrecherche (irgendwie bin ich ja schließlich auf die Idee zu einem Warhammer 40k-Buch gekommen) hatte ich mit dem ganzen noch nichts zu tun. Ganz anders als z.B. bei meinen Star Wars-Büchern. Hier war alles neu: Keine bekannten Charaktere, keine bekannten Orte, keine bekannten Ereignisse. Nicht mal ein mir bekannter Autor. Volles Risiko :-) Erste Erkenntnis: Der Schreibstil von Dan Abnett ist definitiv anders als der von Timothy Zahn, nicht so direkt und klar. Dafür geht er mit auf Details und Kleinigkeiten ein. Nach kurzer Umgewöhnung hat mir das richtig gut gefallen. Das Setting war (wie erwartet) interessant, die Story ebenfalls, flüssig lesbar, es gab schon Überraschungen und es sind bereits Andeutungen gefallen, bei denen ich aber noch keine Ahnung habe, was daraus später werden wird. Kurzum: spannend! Interessanterweise geht es trotz des martialisch-düsteren Settings nicht nur um das Abschlachten irgendwelcher Gegner. Immerhin sind die Space Marines quasi-unsterbliche (sie sterben auf dem Schlachtfeld, aber niemals an Altersschwäche) genetisch manipulierte Supersoldaten, da kann man das schon mal erwarten - aber nein, die Charaktere sind alle sehr gut dargestellt, stellen durchaus ihre Situation in Frage, überlegen und hinterfragen einiges und zeigen sogar Interesse an Kunst und Kultur. Schade, dass ich das schon durch habe. Wie ich jetzt feststelle, ist die Reihe Horus Heresy ja von verschiedenen Autoren, Dan Abnett kommt erst einige Bücher später nochmal. Egal, trotzdem mal ausprobieren. Und mit Gaunt's Ghosts: The Founding habe ich ja auch schon den zweiten 40k-Roman begonnen. Ich glaube, da kann ich mich noch weiter mit beschäftigen. Gag am Rande: Das war jetzt mein erster 40k-Roman - er spielt aber im 31. Jahrtausend, also 10000 Jahre zu früh! Upps :-) BücherstatusDienstag, 21. Dezember 2010
Ich hatte mal mit Illuminatus (also der Trilogie) angefangen - das war echt wild und liest sich wie ein einziger, unzusammenhängender Drogenrausch, aber irgendwie hab ich es nur die ersten paar Seiten geschafft. Dann kamen die ganzen Star Wars-Romane und die hab ich ja erstmal verschlungen. Der Illuminatus lag weiterhin etwas unbeachtet auf dem Sofa. Erstmal keinen Bock darauf.
Kurz vor meinem Geburtstag kam ich in eine kleine Bücherkrise: Star Wars fertig und nix neues zu lesen in Reichweite (bzw. nichts da, worauf ich Lust hatte). Weitere Bücher konnte ich mir nicht kaufen, denn die interessanten standen alle ja auf meinem Wunschzettel :-) Also abgewartet. Inzwischen ist die Durststrecke überwunden und ich habe meine Geschenke schon mal angelesen. Ich weiß noch nicht, welches ich jetzt weiterlese oder ob ich nicht einfach mal versuche, beide parallel durchzuarbeiten: Kandidat 1 ist Auf der Suche nach dem Motiv. Ich weiß nicht mehr, wie ich darauf gekommen bin, war vermutlich ein Buchtipp in der c`t. Es ist ein Buch übers Fotografieren. Die Einleitung habe ich schon durch und der Autor wird nicht müde, zu betonen, dass er in dem Buch nicht erklärt, welche Blende die richtige ist. Dafür gäbe es genug andere Bücher. Nein, wer will helfen, dass man für sich seine eigene Vision findet, die man dann mit Bildern ausdrückt. Wenn das Buch schafft, was es da vorhat, dann wird es mir sehr gut gefallen. Immerhin fehlt es meinen Bildern nach meiner eigenen Einschätzung am gewissen Etwas, an irgendeiner Idee, da brauche ich mal einen Anschubser. Technisch habe ich das größtenteils schon verstanden - ich will das Hobby-Fotografieren aber als mehr als Technikfuddelei und Geldgrab (Kameras, Objektive, Belichtungszeiten...) sehen. *neidisch zu Niessu rüberguck* Kandidat 2 ist Gödel, Escher, Bach. Keine Ahnung, wie das auf meine Wunschliste gekommen ist (Telepolis?), das muss da schon ein paar Jahre draufstehen. Ich hab's erst kürzlich wieder ge-de-listet, weil es mir doch zu heftig erschien - aber das war zu spät :-) Das Buch ist ein Brecher, damit kann man Leute erschlagen. Es ist sehr formal aufgebaut, mit Inhaltsverzeichnissen, Kapitelüberblicken usw. usf., genau für sowas wurde TEX mal erfunden. Momentan arbeite ich mich durch die Einleitung durch, die alleine schon mehr als 20 Seiten umfasst. Und ich muss sagen: ich bin begeistert! Das Buch geht wohl im weitesten Sinne um Philosphie - was ist ein "Ich", woher kommt ein Bewusstsein. Es leitet das ganze allerdings von mathematisch-logischer Seite über Formale Systeme her. Sachen, mit denen ich noch nie was zu tun hatte. Das klingt alles mega-interessant. Auch Phantoms in the Brain hat sich ja ein wenig mit "Was ist das Selbst? Wie kommt das ins Gehirn?" beschäftigt, das war nicht schlecht. Hier wird jetzt aber definitiv ganz anders an die Sache herangegangen. Wie der Titel sagt, kommen neben Mathematik/Logik/Philosphie (Gödel) auch Bilder (Escher) und Musik (Bach) vor. Ich bin echt gespannt, was mich da später noch erwartet. So neugierig war ich selten auf ein Buch. Meist lese ich ja eher Fantasy und Fiction, da will ich auch wissen, wie es ausgeht, aber das hier ist was reales. Ob ich da irgendwas für mein weiteres Leben rausziehen kann? E-Book-ReaderDienstag, 30. November 2010
Vor knapp zwei Wochen habe ich bei Thalia deren neuen E-Book-Reader Oyo gesehen und mal kurz in die Hand genommen. Ich hatte letztes Jahr(?) ja schon mal kurz über das Vorgängermodell Sony PSR505 geguckt und muss sagen, der Oyo gefällt mir deutlich besser: Kleiner, besseres Display, weniger Knöpfe und vor allem: Kein Invertieren beim Umblättern! Leider ist der Seitenwechsel immer noch ziemlich lahm. Und der Touchscreen taugt als Zufallsgenerator, der ist ja sowas von hakelig! Dafür kostet das Ding mit 139€ gar nicht mal so viel
Da auch die (noch) aktuelle c't gerade einen Artikel über E-Book-Reader hat, habe ich dann noch ein wenig geschmökert und mir Gedanken gemacht: Will ich sowas? Brauch ich sowas? Mein Anforderungsprofil sieht folgendermaßen aus:
Damit fällt der Oyo schon mal raus: der hat zwar WLAN, aber das taugt wohl einzig und allein zum Zugriff auf den Thalia-Webshop. Schade, dabei hatte ich den schon in der Hand... Aber es naht ein Überraschungsgast aus dem besagten c't-Artikel: Unerwarteterweise kostet der Kindle 3 jetzt gar nicht die Welt, nämlich nur 139 US$. Und er hat die momentan schönste Display-Technik, nämlich E-Pearl. Und er hat WLAN. Und einen experimentellen Webbrowser an Bord! Da sind Webcomic und RSS-Feeds ja schon mal gar kein Problem - und weiterführende Links erst recht nicht! Die Bindung an den Amazon-Shop ist mir erstmal egal, primär will ich mir ja eh keine digitalen Bücher kaufen. Nachteil: soweit ich das überblicke, invertiert der Kindle das Bild beim Umblättern. Ich glaube, ich finde das eklig und nervig - hab's aber natürlich noch nicht ausprobieren können. Gönn ich mir mal einen Kindle, so ganz experimentell? Beim aktuellen Dollarkurs doch wohl kein Problem... Frage hier in die Runde: Hat jemand Erfahrungen mit E-Book-Readern? Insbesondere würde mich die gefühlte Nervigkeit des Umblätter-Invertierens sowie die Leistungsfähigkeit des Kindle-Browsers interessieren. Star Wars: Survivors QuestSonntag, 28. November 2010
ISBN 978-0-345-45918-3
Schade, jetzt ist mein Star-Wars-Stapel weggelesen... Hat sich aber gelohnt! Bei Outbund Flight hatte ich ja rumgenölt, dass man nicht wirklich erfährt, wie es mit dem Outbound-Flight-Projekt weitergeht. In diesem Band kommt nun das (dicke) Ende, hier wird alles aufgelöst. Prima! Zur Sicherheit habe ich vorher nochmal das letzte Kapital aus Outbound Flight durchgelesen, damit mir keine Anspielungen verloren gehen - und siehe da, hat sich mehr als gelohnt: Nicht nur, dass mir dadurch diverse Verbindungen in Survivors Quest so richtig klar wurden, mit ist auch dann erst aufgefallen, dass eine in Hand of Thrawn auftauchende, halbwegs wichtige Figur ja in Outbound Flight quasi Hauptcharakter war. Diese Verbindung war vollkommen an mir vorbeigezogen... Aber so schreibt Zahn halt - wenn man mehr weiß, bekommt man mehr mit (stacking bonus!), aber wenn nicht, kann man die Bücher trotzdem genießen und merkt gar nicht, was man verpasst. Bei Survivors Quest empfehle ich dringend, vorher Outbound Flight gelesen zu haben. Viele Dinge, die das ganze Bild erst so richtig abrunden (z.B. die Angst vor und Ablehnung gegenüber den Jedi), erklären sich nur aus den vorherigen Ereignissen. Ich habe immer drauf gewartet, dass die Zusammenhänge nochmal auf den Tisch gebracht werden, aber es kam nichts. An der Stelle wusste ich einfach mehr als die eine Hälfte der Charaktere - die andere Hälfte wusste es auch, hat aber nichts gesagt. Interessante Konstellation. Insgesamt liest sich dieser Band ein wenig wie ein Krimi. Die Handlung spielt die ganze Zeit auf beengtem Raum, es gibt verschiedenste Interessengruppen, keiner legt seine Karten offen und jeder hat irgendwo eine eigene Agenda in der Tasche. Ein Katz- und Maus-Spiel mit mehreren Überraschungen. Dieses Pläne-Aushecken kann Zahn gut und darum liest man seine Romane. Auf jeden Fall sehr empfehlenswert! Wie gut mir der Stil von Zahn gefällt hat mir übrigens die Leseprobe am Ende gezeigt: Es gibt als Bonus ein Kapitel aus Labyrinth of Evil von James Luceno. Wo Zahn einen knappen Stil an den Tag lagt, in dem er nur knapp das nötigste beschreibt (und man manchmal trotzdem zurückblättert, weil man geschickt untergebrachte Hinweise vollkommen übersehen hat), schreibt Luceno einen ziemlich blumigen, ausufernden, etwas verschlungenen Stil. Hat mir so gar nicht gefallen, ich musste die Sätze teilweise mehrfach lesen. Ich will keinen Minnegesang, sondern bin mit dem geradlinigen Satzbau von Zahn vollkommen zufrieden :-) Das zeigt mir aber, dass ich jetzt nicht vollkommen ohne Planung weitere Bände von anderen Autoren kaufen sollte. Lieber fange ich mal mit dem Blick ins Warhammer 40k-Universum an. Star Wars: The Hand of ThrawnDonnerstag, 25. November 2010
ISBN 978-0-553-29804-8 Specter of the Past
ISBN 978-0-553-57879-9 Vision of the Future Nach Outbound Flight hatte ich mir ja einen großen Stapel an Star-Wars-Romanen von Timothy Zahn geholt. Davon hatte ich Allegiance bereits durch, und jetzt bin ich gerade mit dem Zweiteiler The Hand of Thrawn fertig geworden (als nächstes steht Survivor's Quest auf dem Plan). 19 Jahre nach der Zerstörung des ersten Todessterns ist das Imperium auf ein paar verbleibende Sternensysteme geschrumpft. Nach einiger Überzeugungsarbeit, dass es nicht anders geht, wird Admiral Pellaeon dazu ermächtigt, Friedensverhandlungen mit der neuen Republik aufzunehmen. Die Republik hat vom Imperium momentan nicht viel zu befürchten, durch den verlorenen Fokus auf den bisherigen gemeinsamen Feind brechen allerdings auch diverse alte interne Streitigkeiten wieder hervor und bald steht man am Rande eines Bürgerkriegs. Parallel dazu taucht, zehn Jahre nach seinem vermeintlichen Tod, Großadmiral Thrawn wieder auf. Kann er als Symbolfigur das Imperium um sich zu scharen und die aktuelle Schwäche der Republik auszunutzen? Was wird aus Pellaeon und den Friedensverhandlungen? Und was ist die geheimnisvolle Geheimwaffe "Hand of Thrawn"? Wie man sieht: Es gibt genug zu tun und für Spannung ist gesorgt. Die beiden Bände haben mir besser als Allegiance gefallen. Es gibt zwar auch viele parallele Handlungen und Personen (auch hier verfolgt man wieder "beide" Seiten des Konflikts), aber weil die Handlung auf zwei Bände verteilt wurde, kommt man besser rein und es erschlägt einen nicht so. Im ersten Teil musste ich mich erst zurechtfinden, den zweiten Teil konnte ich dann aber richtig genießen, weil mich die verschiedenen Handlungsstänge und Personen nicht mehr durcheinander gebracht haben (der hat mir dann auch besser gefallen). Am Anfang des zweiten Teiles gibt es geschickt eingewobene Rückblicke und Erklärungen, so dass man den ersten Teil nicht gelesen haben muss. Natürlich sollte man das tun, das lohnt sich - aber eine so sanfte und unaufdringliche Aufarbeitung der vergangenen Ereignisse habe ich selten gesehen, es ging mir nichts auf den Keks, obwohl ich das ja alles gerade vorher schon mal in voller epischer Breite gelesen hatte. Gut gemacht. Natürlich gibt's auch ein paar Kleinigkeiten zu meckern: Weniger gut gemacht finde ich das Ende - das war dann ganz plötzlich alles ziemlich schnell vorbei. Da hätte man noch ein paar Kapitel mehr herausholen können, das ging mir etwas zu plötzlich. Und die eine Situation wird mit einem Deus ex machina gerettet - pfui, das wäre bestimmt auch eleganter gegangen. Davon ab: empfehlenswert!
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ht gelöscht :)
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So, 15.01.2012 16:07
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