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Hotel-ReviewsSonntag, 18. Mai 2008
Und hier endlich was zu den Hotels, die wir gebucht hatten. Alle Preisangaben beziehen sich auf zwei Leute, die sich ein Zimmer teilen.
BUSINESS HOTEL INAMOTO Ort: Asakusa, Tokyo URLs: Homepage, GoogleMaps, Rakuten EN, Rakuten JP Gebucht: 1 Übernachtung ohne Frühstück, JAPANESE STYLE ROOM (j2) (WITH FULL BATHROOM/SMOKING) Kosten: 9000JPY/day für das Zimmer 8 Tatami, schönes Zimmer, nichts zu meckern, kein Internet (wir haben am Folgetag bei McDonalds nach WLAN gefragt). Entfernung zum Bahnhof Ueno: Eine Station mit der U-Bahn, dann ca. 20 Minuten laufen (mit komplettem Gepäck, ohne geht's vielleicht schneller). Das Hotel liegt mitten im Rotlichtviertel, hat uns aber nicht gestört. Rundum alles voll von Soaplands, Host-Clubs und schlimmerem. Bunte Reklame. Anhand der aufdringlichen Verweise der anderen Türsteher und des aufdringlichen Winkens eines bestimmten Türstehers lässt sich schlussfolgern, dass zumindest dieser eine Club auch nichts gegen ausländische Kundschaft hat, ja geradezu nach ihr buhlt. 憩山荘 Ort: Berg Mitake (obendrauf!), Ōme, Präfektur Tokyo URLs: GoogleMaps, Rakuten JP Gebucht: 2 Übernachtungen mit Light Meal Plan, Japanese Style Room Kosten: 6825円 pro Nacht und Nase, also 13650円 pro Nacht, plus Zusatzkosten für den Gasofen und irgendeine Servicegebühr (~1800 JPY) 10 Tatami, wir waren im Yuri-Zimmer, suuuper Ausblick, das ist genau das Zimmer, das auf der Rakuten-Seite rechts abgebildet ist. Ein echter oldschool-Ryokan mitten auf dem Berg: Waschraum und Toiletten zur gemeinsamen Benutzung, Gasofen auf dem Zimmer (war auch bitter nötig, es hat ja auch kurz geschneit). Leider kein Außenbad. Sehr nette Herbergsmutter, die hat uns beim Frühstück bereitwillig alles erklärt und auch immer gerne Tipps gegeben (Wie benutzt man denn das japanische Bad? Stellen wir uns gerade wie Touristen an oder ist das ok, wenn man xy so macht?). Light Meal Plan war genau richtig: morgens ausgiebiges japanisches Frühstück, abends eine warme Kleinigkeit (Udon, Curry-Reis, Soba o.ä.). Wenn man nicht gerade tagelang wandern will, sind zwei Nächte das äußerste, was man hier machen kann, sonst ist da auf dem Berg nämlich nichts los. Vollkommen unerwartet gab es hier kostenloses, brauchbares WLAN mitten im Nirgendwo! Irgendein YahooBB-Zugang hat uns die nächste Hotelbuchung ermöglicht (gerade ging mir eben durch den Kopf: sonst hätten wir irgendwen in .de angechattet, dass der für uns bucht... >_< autsch). ひふみ旅館 Ort: Kyoto, direkt am Hauptbahnhof URLs: Homepage, GoogleMaps, Rakuten JP Gebucht: 3 Übernachtungen, Japanese Style Room mit Frühstück (über die Travel Agency im Ueno-Bahnhof, weil über Rakuten nichts mehr frei war) Kosten: 11760円 pro Nacht und Nase bzw. 23520円 pro Nacht (lässt sich nicht mehr rekonstruieren, wir haben nur den Gesamtbetrag für die 3 Nächte) 10 Tatami, quasi direkt am Bahnhof (und deswegen wohl auch so teuer!), trotzdem ruhig gelegen, recht nobel, WLAN leider nur sehr wackelig, das war im Nirgendwo auf der Bergspitze zuverlässiger... Bad/Dusche/Toilette zum Zimmer gehörig, öffentliches Bad im Erdgeschoss (da waren wir aber nicht, das haben wir nur im 憩山荘 gemacht), keine Fahrräder zum Ausleihen. Auch wieder sehr leckeres und ausgiebiges japanisches Frühstück, nach dem Testessen am ersten Morgen wurden wir danach sogar in den großen Frühstücksraum mit anderen Gästen und Fernsehprogramm gelassen (da, wo der eine Japaner seine Finger in meinen Frühstücksfisch gesteckt hat). Aber: zu teuer! Nächstes Mal früher buchen, dann ist in Kyoto bestimmt mehr Auswahl :) SUTTON PLACE HOTEL HAKATA Ort: Fukuoka, Kyushu, nach Hakata-Bahnhof URLs: GoogleMaps, Rakuten EN, Rakuten JP Gebucht: 2 Übernachtungen, STANDARD CITY VIEW TWIN ROOM (tan) (WITH FULL BATHROOM/NON SMOKING) Kosten: 6500JPY pro Nacht und Nase, also 13000JPY pro Nacht Ein westliches Hotel. Hui, das sieht von außen richtig nobel aus - von innen dann noch mehr (ok, die Straße 100m weiter vorne ist ein noch nobleres, aber egal). Große Betten, Holzfußboden, ein riesiges Bad, kostenlos ausleihbare Fahrräder - aber kein Platz im Zimmer, um die Koffer auszuklappen :-) Internet gibt's, Frühstück hatten wir nicht, aber direkt gegenüber ist der nächste Conbini. Macht sich irgendwie bemerkbar, dass Fukuoka ein wenig weiter draußen ist, in Kyoto hätte es für den Preis so nah am Bahnhof nichts gegeben. ホテル ラ フィレンツェ Ort: Tokyo, nördlicher Ausläufer, Station Yatsuka (谷塚駅) an der Tobu-Isesaki-Linie (Verlängerung der Hibiya-Linie über Kita-Senju) URLs: GoogleMaps, Rakuten JP Gebucht: 5 Übernachtungen inklusive kleinem Frühstück Kosten: 8480円 pro Nacht für das Zimmer Ok, es war recht günstig. Das hat das Hifumi wieder rausgerissen. Und es hatte Internet, es gab ein Minifrühstück (Toast + Butter + Erdnussbutter + Tee, am lustigsten war das zusammengeklaute Besteck, nix zusammenpassendes - aber morgens als Kleinigkeit genau richtig, nichts zu meckern), es war lustig designt (Japaner stellen sich Italien vor, vermutlich ohne jemals da gewesen zu sein) und es bot sich auch für jüngere, aktivere japanische Paare an, da es neben STAY auch REST offerierte. Und große Betten und nahezu riesiges Bad. Unser Zimmer hatte allerdings keine Fenster (dafür eine große NOTAUSGANG-Tür in der Wand). Warum war nun das Hotel so billig? Ganz einfach: größter Nachteil, beim Buchen nicht aufgepasst: Das liegt nicht mehr wirklich in Tokyo. Von Ueno aus sind es nochmal knapp 30 Minuten mit der U-Bahn, da kommt man dann aus dem U-Bahn-Netz raus und muss eine Transferkarte zu einer anderen Bahngesellschaft kaufen und von da nochmal 10 bis 15 Minuten zu Fuß zum Hotel. Ist zwar eine recht nette Gegend da, durchgängig bebaut, aber nicht mehr ganz so hektisch wie in Tokyo drin, aber jeden Tag anderthalb Stunden nur mit An- und Rückreise nach Ueno (von dort aus muss man dann ja auch nochmal irgendwohin in Tokyo) zu verbringen, ist nicht so toll. Da nicht nochmal hin - und schuld ist nur die etwas unglückliche Lage. NachbereitungstextwüsteSonntag, 13. April 2008
Und nun ein paar Sachen, die ich mir hauptsächlich selbst notieren will, da ich sie jetzt als selbstverständlich empfinde, mich aber beim nächsten Urlaub wieder an nichts erinnern kann und bei Null anfange.
Mit zwei Leuten loszuziehen ist definitiv einfacher als mit fünf (besonders, wenn es bei den Fünfen verboten ist, sich aufzuteilen). Neben der Einfachheit verschiedenster Abstimmungen kommt man als so kleine Gruppe einfacher durch die Rush-Hour in der U-Bahn, fällt generell nicht so doll auf und kommt auch öfter mit den Einheimischen ins Gespräch. Daran, mit fünf Leuten im Gänsemarsch durch japanischen Verkehr zu radeln, möchte ich gar nicht denken :-) Volldynamische Planung ist auch besser als ein zu Hause minutiös erstellter Zeitplan - allerdings auch nicht das Optimum. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Einerseits traten manchmal kurze Hänger auf ("Was machen wir denn heute?"), die dann meist beim Durchgucken irgendwelcher Informationsmaterialen auf der Weiterreise kompensiert wurden ("Hey, wir hätten xyz machen können/sollen/müssen"). Das sind aber nur Detailverbesserungen, ich hab eigentlich alles geschafft, was ich mir vorgenommen habe. Bis auf den Besuch eines Konzertes Tobi glaube ich auch. So dynamisch und aufregend die Hotelsuche vor Ort ist, so nervig ist sie auch. Morgens zwei Stunden im Internet zu surfen und zu versuchen, noch irgendwo ein freies Zimmer zu finden, ist echt nervig, immerhin ist man dann gerade IM URLAUB. Auch alleine aus Zimmerverfügbarkeitsgründen sollten die Hotels das nächste Mal deutlich früher stehen. Da bleibt noch genug übrig, was man spontan planen kann. Nun zum Thema Kofferpacken: Beim letzten Mal hatte ich mir drei Packungen abgepacktes Schwarzbrot (hält sich recht lange) plus Toastkäse (hält sich noch länger) mitgenommen und das zu meinem täglichen Frühstück erklärt. War nicht unbedingt schlecht. Dieses Mal habe ich da noch kurzfristig (as in: liegt jetzt hier zu Hause im Kühlschrank) die Kurve bekommen. Die erste Woche hatten wir sowieso japanisches Frühstück - lecker, interessant, immer wieder neu, dauert aber ewig, das alles zu essen... Den Rest der Zeit habe ich mich mit Melonpan und Onigiri aus dem nächsten Conbini versorgt. Auch gut! Und abwechslungsreicher als man denkt: Onirigis gibt's sowieso in tausend Sorten, aber auch Melonpans: nackig, extra-knusprig, mit Schokolade, mit Schokokrümeln oder mit Anfüllung. Auf die wilden Softdrinks will ich nur soweit eingehen: Pocari Sweat ist immer gut, Calpis gibt's in mehr Varianten, als ich erwartet hätte (Calpis Water, Calpis Soda, Calpis Premium, Calpis Peach, ...) und ganz scharf bin ich ja jetzt auf Melone: Fanta Melone, Melonsoda und das allergeilste: Melon Cream Soda. Leider gab's das nur einmal. Ansonsten die Top-Inhalte meiner Reiseausstattung:
Dinge, die absolut unnütz waren:
Ansonsten:
Ich merke gerade, wir haben gar keinen Mikan-Karton gesehen... Wenn ich etwas Zeit habe, erstelle ich mal eine Übersicht über die Hotels, in denen wir gewesen sind. Wenn ich etwas mehr Zeit habe (sprich: das wird noch Wochen dauern, ich habe die nächsten Wochenenden alle verplant...) kümmere ich mich mal um die Urlaubsfotos und lade die hoch... MitbringselFreitag, 11. April 2008
Was bringt man sich aus Japan mit?
Einerseits ist natürlich älterer Gebrauchtkrams durchaus interessant: billige (Ferkel-)Manga, CDs und Videospiele z.B. aus dem BookOff sind was ganz feines. Andererseits sind besonders Bücher schwer, was den Transport nicht gerade vereinfacht (mein Koffer hatte nur 5kg Übergewicht, der Rucksack wurde nicht gewogen, war aber bestimmt auch über den erlaubten 10kg - Empfehlung: Japanische Fluggesellschaft statt z.B. Lufthansa, die nehmen Übergewicht meist anstandslos hin und wenn nicht, ist's auch nicht schlimm: bei JAL stand was von 1% Aufschlag auf den Flugpreis pro kg, das sind knapp 5€/kg. Vom Hörensagen geht das bei Lufthansa beim kleinsten Verstoß gleich im dreistelligen Bereich los...). Videospiele haben den Nachteil, dass ich die interessanten nicht versteht. Manga sowieso (Ferkelkram hat das Problem weniger). Irgendwelchen Klumpatsch nur deswegen zu kaufen, um ihn hierzulande teuer zu verticken, halte ich persönlich für doof. Pencilboards liegen bei mir nur im Schrank, wie ich nach der ersten Sammelwut gemerkt habe, da bin ich inzwischen von weg :-) Was bleibt noch schönes? Figuren. Die stören so schön beim Putzen auf dem Wohnzimmerschrank und stauben so nett voll. In der Richtung habe ich also ein wenig Ausschau gehalten. Sehr gutes Pflaster für dieses Laster sind z.B. die Bring&Buy-Läden in Akihabara: Da kann man einen Glaskasten mieten und sein gesammeltes Zeug dort verkaufen. Das ist zwar verdammt unübersichtlich, weil jeder dort seinen privaten Krempel verkauft und natürlich nichts auch nur ansatzweise sortiert ist, aber andererseits sollte man dort auch was interessantes finden können. Mikuru-Schlüsselanhänger. Mein bisheriger (Mizuno Ami) gibt nämlich langsam den Geist auf, da fehlt schon ganz deutlich die Farbe und die Halterung fällt öfter mal auseinander. Na ja, sind ja auch schon ein paar Jahre. Als Pangya-Fan fand ich das natürlich toll, dass es da drüben auch Figuren gibt: Tiki - mein Liebling! Meine ersten Cookies (so hießen früher die Astros) habe ich nur für sie gekauft, um dann zu merken, dass ich vorher noch leveln muss... Alt, aber bezahlt: Mit den richtigen Produkten kann mich auch Neon Genesis Evangelion noch locken: Emo-Asuka im schwarzen Kleid. Das gibt's noch in einer anderen Farbe, die wäre netter gewesen. Außerdem guckt sie ziemlich doof, ich glaube, die verscherbele ich irgendwo. Da man ihr unter den Rock gucken kann, sollte das auch kein Problem darstellen. Und nochmal Studio Gainax, diesmal aber was aktuelles: GorillaPod ist toll. Aber: unbedingt mal um vernünftige Beleuchtung für solche Fotos kümmern.
Geschrieben von mitch
in Japan 2008, Neon Genesis Evangelion, Pangya, Shopping
um
21:10
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Flasche leer!Donnerstag, 10. April 2008
Uffza, so eine Rückreise hat es in sich. Ich bin jetzt seit exakt 22 Stunden und 46 Minuten auf den Beinen. Das ist so einfach auszurechnen, weil unser Wecker heute morgen in Japan um 07:00h klingelte, was exakt Mitternacht bei uns entspricht. Zwei Stunden Zugfahrt mit zwei verschiedenen Zuglinien (kein JR, RailPass unnütz) in vier verschiedenen Zügen, knapp zwölf Stunden im Flugzeug und nochmal drei in der heimischen Bahn. Da letztere natürlich Verspätung hatte (wir sind ja nicht mehr in Japan - leider...), hab ich auch den Bus nicht mehr erreicht und eine halbe Stunde Wartezeit an der Bushaltestelle gegen eine Taxifahrt getauscht.
Aktueller Zustand: "Mir tut der Arsch vom Sitzen weh" (und wem das jetzt bekannt vorkommt: das war mal einer meiner Vorschläge für unseren Bandnamen, wo dann schließlich Sehtest minus zwei rausgekommen ist, aber ich schweife ab...). Entweder bin ich geschrumpft oder die Flugzeuge sind größer geworden: Den letzten Rückflück habe ich unangenehmer und beengter in Erinnerung so schlimm war es eigentlich nicht. Ich habe mich durch drei Filme im Bordprogramm gekämpft (Tipp: über ein Monatsende verreisen, dann gibt's auf dem Hin- und Rückflug nicht die gleichen Filme zu sehen (Ausnahme: Die Folge "TB or not TB" von House, aber ich vermute, dass das ein Running Gag der Fluggesellschaft ist, denn die Folge spielt zum Großteil an Bord eines Flugzeuges (und noch eine Klammer! Schlafmangel macht Schachtelsätze!))): I Am Legend: Oh mein Gott, ist der schlecht und langweilig. Zu hülf! Kein weiterer Kommentar. Der Goldene Kompass: War schon besser, aber lange nicht umwerfend, da sehr vorhersehbar und aneinandergestückelt. Entweder ist der Film absichtlich für die Aufmerksamkeitsspanne hibbeliger Teenager geschnitten oder die Buchvorlage (gibt's da eine?) ist einfach zu umfangreich, um auf Kinofilmlänge gestückelt zu werden. Das war teilweise unerträglich oberflächlich. Auch die sorgsam ausgearbeiteten (? - wie gesagt, ich kenne die Vorlage nicht) Hintergründe und Kulturen haben arg gelitten: "so, jetzt sind wir halt in einer Westernstadt". Man stelle sich den Herrn der Ringe komprimiert auf 25 Minuten Zeichentrick vor... Cool waren aber die Kampfhexen. Das schreit nach einem RTS mit Massenschlachten. Apropos schreien: Am Ende des Films habe ich auch beinahe geschrien, weil dem ganzen das "wir machen daraus jetzt eine Endlosserie" so deutlich ins Gesicht geschrieben stand wie der (an und für sich richtig guten) ersten Folge Inu Yasha. Austin Powers - Goldmember kannte ich schon (und er ist glaube ich der schlechteste der drei Filme bis jetzt), aber den mal auf Englisch zu hören war gut, denn eine ganze Menge Gags können im Deutschen nur schiefgegangen sein ("My submarine is long and hard and full of seamen" etc.). Und da ich jetzt so abgeschwiffen bin, her nochmal das eine Wort: Japan. Letzter TagMittwoch, 9. April 2008
Wie geplant waren wir heute im Miraikan. Das war (mal wieder) sehr interessant und es gab eine Spezialausstellung zum Thema "Außerirdische" - sehr nett gemacht. Der Rest des Museums ist ja sowieso bekannt gut. Wer Seifuku Shoujo sehen will, sollte wir wir unter der Woche kommen, es müssen mindestens drei verschiedene Schulen einen Ausflug gemacht haben :-)
Anschließend ging es nochmal zum Shoppen nach Akihabara, diesmal Kleinkrams für den Verein, um die Versteigerung mit ein paar Japan-Mitbringseln aufzupeppen - so war der Plan. Irgendwie sind wir unser eigenes Geld dann aber auch wieder los geworden... Zum Abschluss haben wir nochmal ein wenig Geld im LittleBSD gelassen - diesmal kein Maidcafé, sondern eine Cosplay-Bar! (Hauptunterschied: Es gibt kein Wasser am Tisch, nichts "vollwertiges" zu Essen, dafür aber mehr Alkohol und im Schnitt älteres Publikum.) Mein Host-Club-Vergleich scheint nicht der allerfalscheste gewesen zu sein: Hier gab es weniger Spielchen mit den Gästen, dafür gehen die Mädels der Reihe nach rum und quatschen mit den Gästen. Bei uns waren im Laufe des Abends ganze drei Mädels am Tisch, staunten darüber, dass wir aus Deutschland kommen und trotzdem die gleichen Animes mögen und haben uns Katzen- bzw. Lammohren aufgesetzt (Gästecosplay!). Ergebnis: Im Japanisch-Zuhören-wenn-sich-der-Sprecher-Mühe-gibt werde ich immer besser, in einer Konversation kann ich mich aber noch lange nicht halten. Ob das Motivation genug ist, mal wieder intensiver Japanisch zu lernen? Aber woher die Zeit nehmen... Jetzt packen wir noch Koffer und morgen geht's früh zum Bahnhof. Nachtrag: Wir haben wohl eine nette Werbeaktion verpasst! Tokyo drippingDienstag, 8. April 2008
Der zweite Regentag in Folge, war wohl richtig übles Wetter, es gab jede Menge Zugverspätungen wegen Wind und mindestens eine Linie hatte den Betrieb komplett eingestellt (aber keine hier in Tokyo direkt). Morgen soll es besser werden, heute abend ließ es auch schon spürbar nach.
Aber wir haben uns trotzdem rausgewagt - nachdem wir gaaanz lange im Bett liegen geblieben sind, denn so langsam geht das ständige Herumgewusele auf die Kondition :-) Es ging dann nach Shibuya zum Mittagessen, denn dort haben wir uns mit ein paar Jungs von der TLUG (zu meiner Überraschung keine Japaner, sondern alles hier arbeitende englische Muttersprachler) getroffen. Keysigning und CA-Zertifizierungen gab es auch. Anschließend war nochmal Shopping angesagt (Ferkelmanga, mein armer Rücken, das viele Schleppen) und momentan trocknen unsere Klamotten wieder. Morgen wollen wir dann zum Miraikan, anschließend nochmal auf einen Sprung nach Akiba und dann geht es auch schon ans Kofferpacken, damit wir übermorgen ganz früh aufbrechen können. Hoffentlich umkurven wir die Rush-Hour im Zentrum so wie geplant. Mein Fotoapparat blieb heute mal im Hotel, der wäre mir sowieso nur ersoffen. Onsen tripping!Montag, 7. April 2008
Heute haben wir stundenlang im Zug gesessen, sind nach Ikaho in einem echten Onsen (露天風呂, also unter freiem Himmel) gewesen. Na ja, ganz frei war der Himmel nicht, Aussicht gab's auch keine, es hat nämlich ziemlich geschüttet und es war neblig - vermutlich waren das einfach die Wolken, wir hatten schon wieder einige Höhenmeter unter uns. War aber trotzdem herrlich.
Nach einem sehr leckeren Essen in einem sehr urigen Laden verbrachten wir dann den Rest des Tages im Zug zurück nach Tokyo. Hier gießt es leider weiterhin und morgen soll es auch nicht besser werden. PS: Du weißt, dass du zu viel in Maid-Cafés warst, wenn du beim Verlassen des Lokals statt 御馳走様でした ご主人様 sagst... PPS: Michael hat auch mal gute Ideen: Ich habe einfach mal den Geldautomaten im SevenEleven ausprobiert: siehe da, der druckt Scheine! Friss das, JapanPost! Shopping spreeSonntag, 6. April 2008
Heute spontan Akihabara. Puuh, die Post will mir schon wieder kein Geld geben. Langsam laufen wir hier monetär trocken. Im Akibaoo gab es interessante (Doujin-) CDs zum reinhören, da blieb das erste Geld.
Dann waren wir im Cos-Cha (wohl gerade zu richtigen Zeit, denn beim Rausgehen stand eine längere Schlange im Treppenhaus), einem Cosplay-Café mit Rahmenprogramm: Man kann sich gegen Bezahlung das Essen pusten und sich füttern lassen (ふーふーあーん) oder den Strohhalm in den Mund stecken lassen. Auch gibt es Aktions-Specials, von denen wir zwei an den Nachbartischen miterleben konnten: Ein Kuchen-Ess-Wettbewerb gegen das Personal und ein Jan-Ken-Pon, bei dem der Verlierer was "lustiges" zusammengemischt bekommt. Unser Tischnachbar hatte Koucha mit Natto, Karamelsirup und irgendeiner Art von Marmelade (war schon lustig, als der ganze Saal die nächsten Zutaten reingerufen hat: "Natto, Natto!"). Das ganze gut durchgeschüttelt und ausgetrunken - hat er leider nicht geschafft. Als "Strafe" bekam er von der Bedien-Maid eine geschallert (war übrigens im Schul-Stil gehalten, der Laden, es gab eine große Kreidetafel und die Einzeltische waren Schulbänke). Fein, das. Der Laden war zwar lauter und unruhiger als unser letztes Maid-Café, aber auch hier waren Essen und Stimmung prima. Dann ging das Shoppen weiter... Ich weiß gar nicht, wie ich das alles in den Koffer bekommen soll... Tag der RückschlägeSamstag, 5. April 2008
Ich hab Omiyage für meinen Japanischkurs eingekauft - diese leckeren, An-gefüllten gefalteten Teigstücke aus Kyoto. Rückschlag eins: Haltbar bis zur Ankunft in Frankfurt. Na, dann hab ich halt selber was zu essen.
Auf dem Rückweg von Fukuoka nach Tokyo wollten wir, da wir sowieso in Osaka den Shinkansen gewechselt haben, noch einmal etwas länger im Gundam-Store vorbeischauen. Rückschlag zwei: Keine Kingsize-Schließfächer mehr frei, mit den Koffern durch die Stadt wäre Wahnsinn gewesen. Also haben wir das gelassen. Rückschlag drei: Beim genaueren Erforschen der Lage unseres Hotels in Tokyo wurde uns dann klar, warum das so billig ist (es ist kein Nobelhotel wie das letzte, aber trotzdem in Ordnung). Wir sind etwas weiter draußen, die Tokyoter U-Bahn ist hier zu Ende und einzelne Züge fahren dann außerhalb des U-Bahn-Streckennetzes als normale Eisenbahn weiter. So haben wir noch fünf Haltestellen draufgelegt. Ergebnis: Hier steht ein Schild, dass es nach Ueno ganze 13km sind. Das sind also morgens ca. 30 Minuten, bis wir an der Yamanote-Linie sind. Mal gucken, wie das so ist. Da das heute ein 1a-Reisetag war, gibt's an Fotos nichts aufregendes. Apropos Omiyage: Da die Japaner auf sowas als Mitbringsel stehen (man kann die an jedem größeren Bahnsteig kaufen, auch gleich die Spezialitäten für umliegende Gebiete), aber Ansichtskarten habe ich noch keine gefunden. Das wird schwer, da was zu verschicken.
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So, 05.02.2012 13:31
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mitch zu SEL FF 54 OB/ZB
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ht gelöscht :)
Jue zu Untergang des Abendlandes
So, 15.01.2012 16:07
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Kiewie zu Datenschutzparanoia
So, 11.12.2011 14:02
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