Ich habe in der letzten Zeit immer mal wieder ein paar Fotos mit meinen beiden analogen Kameras, einer
Spotmatic II (meine ist aber silber) und einer
ES (bei mir steht Asahi und nicht Honeywell drauf (baut Honeywell jetzt nicht Straßenbahnbremsen?)), gemacht. Bei der SPII ist außer einer Belichtungsanzeige gar nichts elektronisches enthalten, die ES ist da moderner, die hat schon Belichtungsautomatik.
Ich konnte mich bisher nicht entscheiden, welche Kamera ich nun lieber mag, also hab ich wenn, dann beide mitgenommen, aber unterschiedlich empfindliche Filme eingelegt. So konnte ich dann die eine Kamera bei Sonnenschein ziehen und die andere bei Innenaufnahmen.
Beide Filme dürften so ungefähr ein halbes Jahr auf dem Buckel haben und ich hatte absolut keine Ahnung mehr, was da alles drauf zu finden sein wird. Spannung, was da an Bildern kommen wird!
Erstaunlicherweise waren beide Filme zeitgleich voll (der eine ein 24er, der andere ein 36er - bei der ES ist die Fotoanzeige kaputt, da weiß man nie, wieviel vom Film man schon weg hat, also war ich wirklich überrascht), ich hab sie diese Woche zum entwickeln gegeben und heute waren sie dann - früher als erwartet - beide fertig.
Was muss ich sehen?
Den Film aus der ES kann ich fast komplett vergessen, nahezu alle Bilder sind unterbelichtet. Ausschuss. Alles Mist!
Ein kurzer Vergleich mit beiden Kameras hat ergeben, dass die ES ein Motiv genau halb so lange belichten möchte, wie es die SPII vorschlagen würde. Bei letzterer habe ich an der Belichtung nichts auszusetzen.
Mal sehen, woran das liegen kann.
Das Geld, was ich für die Filmentwicklung in den Sand gesetzt habe, kann ich verschmerzen, aber einige der jetzt total im dunklen abgesoffenen Bilder wären - sofern man das erkennen kann - ganz nett geworden. Auf dem anderen Film sind immerhin auch ein paar gute dabei, von denen ich noch in paar Abzüge nachordern werde.
Jetzt weiß ich, dass ich mit der Kamera aufpassen muss (warum geht das nicht beim Testfotografieren schief? beide Kameras hatten bereits einen erfolgreichen Film hinter sich), die versemmelten Fotos (z.B. vom Grillen oder vom letzten Familiengeburtstag) bekomme ich aber natürlich nicht wieder.
Immerhin hat sich jetzt die Frage, welche Kamera ich weiterhin benutze, von selbst beantwortet:
Als Workaround kann die ES Kamera so einstellen, dass sie die Belichtungszeit verdoppelt, damit müsste wieder alles im Lot sein - nur waren vorher nicht alle Fotos zu dunkel, sondern einzelne durchaus korrekt belichtet. Diese wären dann in Zukunft natürlich gnadenlos überbelichtet. Auf so ein Roulettespiel habe ich keine Lust. Ich verknipse den aktuellen Film in der ES und dann wird die erstmal eingemottet.