Uffza, so eine Rückreise hat es in sich. Ich bin jetzt seit exakt 22 Stunden und 46 Minuten auf den Beinen. Das ist so einfach auszurechnen, weil unser Wecker heute morgen in Japan um 07:00h klingelte, was exakt Mitternacht bei uns entspricht. Zwei Stunden Zugfahrt mit zwei verschiedenen Zuglinien (kein
JR,
RailPass unnütz) in vier verschiedenen Zügen, knapp zwölf Stunden im Flugzeug und nochmal drei in der heimischen Bahn. Da letztere natürlich Verspätung hatte (wir sind ja nicht mehr in Japan - leider...), hab ich auch den Bus nicht mehr erreicht und eine halbe Stunde Wartezeit an der Bushaltestelle gegen eine Taxifahrt getauscht.
Aktueller Zustand: "Mir tut der Arsch vom Sitzen weh" (und wem das jetzt bekannt vorkommt: das war mal einer meiner Vorschläge für unseren Bandnamen, wo dann schließlich
Sehtest minus zwei rausgekommen ist, aber ich schweife ab...).
Entweder bin ich geschrumpft oder die Flugzeuge sind größer geworden: Den letzten Rückflück habe ich unangenehmer und beengter in Erinnerung so schlimm war es eigentlich nicht. Ich habe mich durch drei Filme im Bordprogramm gekämpft (Tipp: über ein Monatsende verreisen, dann gibt's auf dem Hin- und Rückflug nicht die gleichen Filme zu sehen (Ausnahme: Die Folge "TB or not TB" von
House, aber ich vermute, dass das ein Running Gag der Fluggesellschaft ist, denn die Folge spielt zum Großteil an Bord eines Flugzeuges (und noch eine Klammer! Schlafmangel macht Schachtelsätze!))):
I Am Legend: Oh mein Gott, ist der schlecht und langweilig. Zu hülf! Kein weiterer Kommentar.
Der Goldene Kompass: War schon besser, aber lange nicht umwerfend, da sehr vorhersehbar und aneinandergestückelt. Entweder ist der Film absichtlich für die Aufmerksamkeitsspanne hibbeliger Teenager geschnitten oder die Buchvorlage (gibt's da eine?) ist einfach zu umfangreich, um auf Kinofilmlänge gestückelt zu werden. Das war teilweise unerträglich oberflächlich. Auch die sorgsam ausgearbeiteten (? - wie gesagt, ich kenne die Vorlage nicht) Hintergründe und Kulturen haben arg gelitten: "so, jetzt sind wir halt in einer Westernstadt". Man stelle sich den
Herrn der Ringe komprimiert auf 25 Minuten Zeichentrick vor...
Cool waren aber die Kampfhexen. Das schreit nach einem
RTS mit Massenschlachten. Apropos schreien: Am Ende des Films habe ich auch beinahe geschrien, weil dem ganzen das "wir machen daraus jetzt eine Endlosserie" so deutlich ins Gesicht geschrieben stand wie der (an und für sich richtig guten) ersten Folge
Inu Yasha.
Austin Powers - Goldmember kannte ich schon (und er ist glaube ich der schlechteste der drei Filme bis jetzt), aber den mal auf Englisch zu hören war gut, denn eine ganze Menge Gags können im Deutschen nur schiefgegangen sein ("My submarine is long and hard and full of seamen" etc.).
Und da ich jetzt so abgeschwiffen bin, her nochmal das eine Wort: Japan.