Heute war ich in
Stirb Langsam 4.0. John "Festhalten!" McClane muss mal wieder die Welt (na ja, zumindest den zivilisierten Teil, also die USA) retten und wie immer tut er sich dabei weh, es geht einiges kaputt und ein paar Tote gibt's auch.
Zuerst mal eine Warnung an alle, die wissen, wie ein Computer funktioniert: themenbedingt gibt es hier großflächige "Hollywoodcomputeritis" zu sehen: Großrechner haben viele bunte Lichter, die Bösen benötigten "viele Programmierer zum Coden" und dann nochmal "wenige Hacker zum Implementieren" und auch der aus
Independence Day bekannte und beliebte "VIRUS UPLOADING"-Bildschirm ist mit dabei. Also Augen zu und durch und nicht durch Fakten ablenken lassen.
Auf der Habenseite gibt es Action und ein paar kleine Lacher. Definitiv mehr Action. Die artet gegen Ende sogar richtig aus. Wenn ich an die Szene mit dem Sattelschlepper oder den Akrobatik-Bösewicht denke, fühle ich mich leicht an die Übertreibungen aus
Metal Gear Solid erinnert - was aber hier wie dort dem Spaß keinen Abbruch tut.
Als McClane mit dem Polizeiauto den Hubschrauber abschießt (bekannte Szene aus dem Trailer), schafft er damit den Sprung auf Platz zwei meiner Liste der kreativsten Arten, einen Hubschrauber abzuschießen. Platz eins hält weiterhin
Deep Blue Sea, in dem der Hubschrauber vom Hai gefressen wird (und ich glaube nicht, dass das so schnell jemand überbietet).
Fazit:
Man will sich zurücklehnen, McClane soll rumballern und möglichst große Sachen sollen möglichst effektvoll kaputtgehen. All das klappt in dem Film mal wieder ganz hervorragend. Mit anderen Erwartungen sollte man da lieber nicht reingehen. Ich fands unterhaltsam, nachdem ich die Computergeschichten ausgeblendet habe (Wie bitteschön soll eine ganze Serverfarm auf eine Festplatte passen? Wenn man Kontendaten hat, also Salden und Umsätze, wie will man damit unerkannt Buchungen durchführen können? Warum stellt man Kühltürme in den Keller seines Gebäudes? Wieso sehen die Gänge aus wie Schächte im Todesstern?).
Ach ja, Telepolis hat auch einen
ganz netten Artikel zum Film.