Ich habe doch glatt mal wieder zufällig was gutes im Fernsehen gefunden: Der Baader-Meinhof-Komplex
Das war reinstes Bildungsfernsehen, denn die RAF und das Drumherum waren bei mir geschichtstechnisch echt ein blinder Fleck. Im Schulunterricht hatten wir das Thema nie auch nur angerissen. Bevor jetzt irgendwer schreit "das lässt der Staat absichtlich unter den Tisch fallen, damit niemand auf doofe Gedanken kommt": Ich persönlich finde es durchaus wichtiger, erstmal den Nationalsozialismus durchzunehmen. (Aber wenn ich mich richtig erinnere, hatten wir den Nationalsozialismus mehrfach: Orientierungsstufe, Unterstufe, Oberstufe. Da könnte man ruhig auch mal etwas variieren und die RAF zumindest mal grob erwähnen.)
Ich fühle mich jetzt auf jeden Fall etwas besser allgemeingebildet. Das war ja alles vor meiner Zeit. Jetzt kann ich viele Sachen, von denen ich schon mal grob was gehört habe, in einen Zusammenhang bringen.
Was mich am Anfang etwas überrascht hatte, waren die ganzen Nacktszenen im ersten Teil :-) Los geht's mit nackten Minderjährigen am FKK-Stand - und das Sonntags um 20:15 auf der ARD. Dass deswegen niemand einen Aufstand gemacht hat (bei der Filmpremiere gab es ja hauptsächlich Rummel im die Nachkommen der Opfer) ist für mich ein gutes Zeichen, dass wir mit Nacktheit dann doch noch ordentlich umgehen können (trotz komischer Paragraphen wie "Jugendpornografie") und nicht wie unsere englischen Inselnachbarn durchdrehen, was unnützen "Kinderschutz" angeht (ohne polizeilichen Unbedenklichkeitsnachweis darf man da seine eigenen Kinder teilweise nicht mal mehr auf einem Spielplatz besuchen, man könnte denen ja was antun wollen).
Auch gut am Film fand ich die alten Dinge, die teilweise nebensächlich durchs Bild huschten: alte E-Loks oder Flügelsignale im Hintergrund an einer Bahnstrecke.
Nicht ganz so toll wie bei 23 (erstmal spielte der in den 80ern, das ist eher meine Zeit und außerdem an Orten, die ich kenne), aber auch gut.
Manchmal habe ich aufgrund der vielen Leute etwas den Überblick verloren. Aber für eine halbe Doku war der Film richtig gut - und auch spannend. Eingemischte Originalaufnahmen und an den entscheidenen Stellen gute Schnitte und Montagen haben dafür gesorgt.
Alles in allem mal wieder ein guter Grund, GEZ zu zahlen. Auch, wenn ich nach dem Ende des ersten Teils sehr irritiert geguckt habe, wieso das so plötzlich zu Ende war. Dass ich heute Teil 2 weitergucken musste, wusste ich da noch nicht...
Ich glaube, ich habe mich hier schon mehrfach zur im Fall von Regen überlasteten Kanalisation in Münster und Umgebung ausgelassen. Von Hannover kenne ich sowas ja nicht.
Heute war es wieder soweit. War mal wieder Sturm, Gewitter und wohl auch etwas Wasser.
Auf dem Kappenberger Damm musste ich mich langsamst durch die eine Eisenbahnunterführung bewegen. Da stand das Wasser bis über den Bordstein. Ein ganz schöner Teich.
Auch auf der Grafschaft gibt's fiese Pfützen. Das ist quasi "draußen" - Wald und Wiesen und keine Straßenlaternen. Zum Glück sind da nur 50. Die dunklen schwarzen Flecken (Wasser) auf dem dunklen schwarzen Hintergrund (Straße) verstecken sich vorzüglichst. Auch, wenn sie 2x10m² groß sind. Der Radfahrer, der mir entgegenkam, hat Glück gehabt. Hätten wir uns zwei Sekunden später passiert, wäre er wohl in den 4m hohen Wasserfontänen ertrunken...
Mannomann. Manchmal ist hier Hinterland. Sind wohl doch ein paar Klimazonen Unterschied.
Am Freitag war das seit Ostern terminierte Plätzchenbacken in meinen Räumlichkeiten. Zu viert haben wir uns ausgiebig (eine Stunde überzogen und wir waren immer noch nicht fertig...) ausgetobt und die folgenden Leckereien erstellt: - Feenküsschen - Keksbasis mit einem Toffifee, Ferrero Rocher oder Ferrero Küsschen drauf, eingepackt in Baiser. Schmeckt superlecker, wenn die Füllung noch geschmolzen ist, bietet aber auch die Gefahr ernsthafter Verbrennungen...
- gefüllte Marzipanstangen - da hatten wir ob der Spritztülle etwas mit der Form zu kämpfen, aber lecker sind sie trotzdem
- Schokocrossies - Schokolade schmelzen, Cornflakes reintun, Häufchen bilden, fertig. In den Varianten Vollmilch, Weiße Schokolade, Zartbitter, 80%-Kakao-Schokolade und teilweise mit Mandeln.
- Schokoplätzchen - zwei Sternchenkekse mit Schoko-Nuss-Schicht dazwischen. Extra-niedriger Punktewert, zumindest nach der alten WW-Zählung
- Terassenplätzchen - drei gestapelte Kekse mit Gelee als Klebeschicht und Puderzuckerüberzug
Was mich am meisten an der Aktion fasziniert hat war, wie gut das alles geklappt hat. Außer der vorherigen Einigung auf die Rezepte und dem Einkaufen der Zutaten haben wir außer Beginn- und Endezeit nichts geplant gehabt. Die Mädels haben sofort meine Küche gestürmt, wir haben gleich mehrere Rezepte parallel angefangen und die Arbeit reihum dynamisch verteilt. War ja auch genug zu tun, mein Ofen war stundenlang im Dauerbetrieb und wir haben die Backbleche im Rotationsprinzip genutzt. Da wir vier und die vielen Kekse nicht in die Küche passten, mussten mein ganzes Wohnzimmer sowie der Balkon auch dran glauben.
Das alles hat prima geklappt, wie gesagt völlig ohne Planungsrunden. Jeder hat einfach passend zugepackt. Eigentlich wollten wir ja noch Wii spielen, aber dafür war keine Zeit. Wir haben wie gesagt schon überzogen und die letzten Kekse habe ich dann über Nacht alleine auskühlen lassen und hab sie am nächsten Morgen eingepackt. Wo ich dann auch saubergemacht habe. Mir ist noch ein Rätsel, warum ich vorher überhaupt geputzt habe :-)
Und hier ein paar Fotos, da wurde schon nach geschrien.
Mal wieder ein paar Weblinks vollkommen out-of-context:
Summarize your sex life with a Star Wars quote. Darin enthalten ist dann auch ein Link auf diesen Song, welcher gleichzeitig einen recht schmissigen Refrain hat (klingt da Leaving on a jet plane durch?) und meiner Meinung nach gegen Ende eine Referenz auf The Pixies enthält. Obskur!
Letztes Novemberdrittel.
Schönes Wetter, blauer Himmel, Sonne.
Einkaufstour mit dem Fahrrad spontan zur längeren Fahrradtour erweitert.
Im T-Shirt.
Kurzärmelig.
Um mich herum frisches Grün auf den Feldern.
Durchbrochen von Flächen mit blühendem gelben Raps.
Ich kann's nicht beschwören, aber ich vermute, dass ich, als ich noch klein war, zu dieser Jahreszeit Schneemänner gebaut habe.
Liegt Münster so viele Klimazonen weiter als Hannover?
Oder geht einfach alles den Bach runter?
Sagt mir mein Arzt während der Ultraschalluntersuchung:
"Oh, sie haben aber eine richtig schöne Gallenblase!"
"Die will ich aber behalten."
ISBN 978-3-551-77308-1
Uah, was war das denn?
Einen derart undurchsichtigen Band habe ich noch nicht in der Hand gehabt. Das hat definitiv keinen Spaß beim Lesen gemacht.
Falls der Autor einen Preis für die längste beiläufige Aufzählung von Dreibuchstabenorganisationen (CIA, DEA, NSA, ...), Militärischen Organisationen (Green Berets, Delta Force, ...) oder weltbekannten(?) Terroristen oder Guerillias erhalten wollte, ist er vermutlich auf einem guten Weg. Die dadurch hervorgerufene Sternchentextdichte kann es locker mit jeder Handywerbung aufnehmen. Folgen kann man dem nicht.
Das Folgen ist auch bei der weiteren Story schwierig. Eine mir nicht genau bekannte Anzahl verschiedener bewaffneter Gruppen verfolgt mir nicht nachvollziehbare Ziele, die ich mir erst recht nicht merken kann. Und dann bekämpfen sich alle gleichzeitig und nacheinander und durcheinander und manchmal muss man bilderrätseln um in all dem Pulverdampf zu erkennen, wer da gerade wen erschießt. Falls das ganze zeigen soll, wie undurchsichtig Straßenkämpfe sind und dass man nicht weiß, wem man gerade gegenübersteht und dass im Ernstfall nur noch das nackte Überleben zählt: das hat geklappt.
Das einzige, wozu dieser Band meiner Meinung nach taugt, ist eine Hausaufgabe über die Sommerferien: "Identifiziere die handelnden Charaktere bzw. Gruppen, beschreibe ihre Motivation und zähle die Toten."
Nee nee nee. Die Serie fing mal so gut an!
Da ich mich Transformers im Kino ja verweigert habe, habe ich mir heute die Fernsehpremiere angetan. Viel erwartet habe ich nicht, aber um den Abend rumzukriegen - warum nicht :-)
Aaaalso: Die Decepticon-Roboter sehen alle ziemlich dämlich und ununterscheidbar aus - generell ist das Roboterdesign ziemlich komisch. Die Transformationsgeräusche fehlen! Und seit wann kann sich Megatron in einen Jet verwandeln? Mit den Zeichentrickfilmen hat das nicht mehr viel zu tun.
Ansonsten war das ja eine riesige Mischung aus verschiedenem Krams:
Total nervig war das chaotische Durcheinandersprechen in den anfänglichen Hektik-Szenen - eine Anspielung auf Louis de Funès?
War das eigentlich ein Roboter-Actionfilm oder doch eher eine Werbeveranstaltung für das US-Militär? Ich glaube, in Black Hawk Down (kein schlechter Film, wenn ich mich recht erinnere), war weniger US-Hardware zu sehen. Und das war definitiv ein Militärfilm.
Die zusammengewürfelte Autobot-Truppe dagegen sieht aus wie direkt dieser peinlichen Knight-Rider-Neuauflage entsprungen. Alternativ wie aus Ein ausgekochtes Schlitzohr Convoy, wenn sie im Entenmarsch durch die Wüste gurken.
Cool fand ich die Geheimdienste, die einfach mal spontan und unangekündigt bei irgendwelchen Leuten aufkreuzen - und sogar mal den richtigen zur richtigen Zeit.
Dämlicher dagegen das Militär: Man weiß, dass die Bösewichte im Anmarsch sind, also versteckt man sich in bewohntem Gebiet - da finden die uns nie! Scheiß auf Kolateralschäden.
Na ja. Was will man erwarten? "Wir verklappen den ganzen gefährlichen außerirdischen Müll einfach im Meer" ist auch nicht besser.
Popcorn-Blockbuster-Kino halt, ich hätte auch ein Buch lesen können, aber das hätte nicht so viel Krach gemacht und da wäre nicht so viel kaputtgegangen. Der erste Transformers-Kinofilm, der hier auf DVD im Schrank steht, ist bestimmt nicht schlechter als diese Neuauflage.
Die Werbepausen habe ich für das Basteln einer Geburtstagskarte genutzt - es gab nur einen Totalschaden, wo ich quasi fast nochmal ganz von vorne anfangen musste. Das war spannender als der Film.
mitch@merlin:~$ cat /etc/cron.d/local-dsl~
SHELL=/bin/sh
PATH=/usr/local/sbin:/usr/local/bin:/sbin:/bin:/usr/sbin:/usr/bin
# autom. Einwahl
00 6 * * * root poff -a
03 6 * * * root pon dsl-provider
*/15 * * * root test -e /var/lock/online || pon dsl-provider
@reboot root (sleep 60; pon dsl-provider)
Na, wer findet den tollen genialen kleinen Fehler, der dafür gesorgt hat, dass der 215km weit entferne neue Server (kein erfahrener Techniker vor Ort) nach dem ersten geplanten Reboot erstmal für zwei Wochen offline war und durch das Vorgängermodell ersetzt werden musste, welches während der ungeplanten Zusatzlaufzeit dann auch noch eine von zwei Platten aus dem RAID verloren hat (das war zu befürchten und daher gab es ja den neuen Server) und einen weiteren Boot wohl nicht mehr erleben wird (wer weiß, was LILO jetzt wo sucht, wenn sich die Plattennummerierung geändert hat)?
Fehlermanifestierend war auf jeden Fall, dass ich während der Serveraufbau- und Testphase zu ungeduldig war und immer von Hand eingewählt habe.
Ich bin schuldig.
Na, ich weiß doch, warum ich dem ganzen Impfkrams bisher eher skeptisch gegenüber gestanden habe: Interessanter Artikel beim Tagesspiegel, wie immer über fefe.
Andererseits: Gegen so ein wenig richtige Pandemie und totalen Niedergang der Zivilisation hätte ich auch nichts — es gibt ein Versprechen, das ich in dem Fall einlösen kann :-)
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