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Piraten vor!Montag, 31. August 2009
Hübsch: Die Piraten sind mit einem Sitz in den Stadtrat eingezogen.
Hier draußen bei mir sind die leider nicht angetreten, aber in der Innenstadt konnte man sie wohl wählen. (siehe auch die Piraten-Pressemeldung) Bali-ThermeFreitag, 21. August 2009
Nachdem ich den Morgen meines Aufenthaltstages mit einem Spaziergang durch den Kurpark (da kann man sich auch ein wenig mit Fotografieren aufhalten), dem Essen eines Eises und der Besorgung von Postkarten verbracht hatte, stand am Nachmittag der Besuch der Bali-Therme auf dem Programm. Sie wurde mir im Vorfeld von dem Saunaexperten nebenan ans Herz gelegt. Um es vorweg zu nehmen: Er hat nicht zu viel versprochen.
Praktischerweise kann man sich vor Ort Saunahandtücher und Bademantel ausleihen - das sind Sachen, die ich nun nicht umbedingt 220km mit dem Fahrrad durch die Gegend karren wollte. Da die Bali-There direkt am Südende des Kurparks liegt - wie auch mein Hotel - war ich nach 3 Minuten Fußmarsch (nicht überdacht!) dort. Schneller geht's nun wirklich nicht. Es handelt sich ja um ein kombiniertes (Heil-)Bad mit Sauna. Entweder holt man sich nur eine Karte für den Schwimmbereich oder eine kombinierte Karte für Schwimmbereich und Sauna. Den Schwimmbereich kann man getrost vergessen. Es taugt weder zum Spielen (keine Rutsche) noch zum Schwimmen (kein 50m-Becken, nur so ein komischer runder Rentnerauslauf im Garten, wo aber an echtes Schwimmen auch nicht zu denken ist, dafür müsste man alle anderen Badegäste rausschmeißen - und selbst dann wäre das zu klein). Das besonders eisenhaltige Heilwasser konnte mich auch nicht locken. So enttäuschend der Badebereich war, so genial war der Saunabereich. Ein großer Teil des Innenbereiches (inklusive der Toiletten) war gerade nicht benutzbar, weil das edle Fußbodenholz frisch geölt worden war, aber das störte ob des guten Wetters nicht. Der Saunabereich erstreckt sich über zwei Etagen, einen obenliegenden Innenpool, um den man drumherum sitzen kann (das hat was vom Atrium eines alten römischen Hauses - aber die hatten glaube ich keinen Swimmingpool...), den Gartenbereich (den ich aufgrund meines Sonnenbrandes nur im Schatten benutzen konnte) und einen zweiten Wasserbereich im Garten. Wieviele Saunen es insgesamt gibt, weiß ich gar nicht, ich habe nur vier oder fünf davon besucht, dann habe ich einen Grund, nochmal wiederzukommen :-) Erdsauna, Blockhaussauna, Salzsauna, Aufgusssauna, Kristallsauna, Dampfsauna, ..., ..., ... ... . Praktischerweise hatte ich ein Buch dabei, konnte also die Zeit zwischen den Gängen schön entspannen - wenn ich nicht gerade am wegpennen war. Meine Lieblingssauna war die Salzsauna - nachdem ich im dritten Anlauf dann auch verstanden habe, warum die so heißt: Da soll man sich nämlich während des Saunaganges mit Salz ein- und abreiben. Jetzt weiß ich, was Peeling ist und warum das toll ist. Das will ich gerne mal wiederholen! Außerdem habe ich meine ersten professionellen Aufgüsse erlebt. Die finden ungefähr alle halbe Stunde statt, jeweils in einer anderen Sauna, da gibt es einen richten Programmaushang, an dem man sich orientieren kann. Der erste war "Summer Fresh": Trockenaufguss mit japanischem Heilpflanzenöl. Zwischendurch wurde man mit JHP in kaltem Wasser bespritzt - das war genial. Der zweite Aufguss war dann mit Melone - inklusive einer kleinen Pause mit Obstverzehr. Toll, aber das kam an den "Summer Fresh" nicht ran. Ich bin ja sowieso ein JHP-Fan, was Sauna und selbstgemachte Aufgüsse (Motto: viel hilft viel) angeht... Mannomann, viereinhalb Stunden lang nur nackte Leute und ich ohne Brille :-) Harry Potter VokabeltestDonnerstag, 20. August 2009
...jetzt bin ich beim Aufräumen gerade über den Notizzettel mit Wörtern aus Harry Potter 7 gestoßen, die ich mir nochmal genau übersetzen wollte. Irgendwie habe ich da aber gar keine Lust mehr zu, weil ich den Kontext jetzt sowieso nicht mehr herstellen kann.
Aber ihr könnt ja mal gucken, was ihr gewusst hättet (manche Wörter kennt man - dann ging es mir um eine weitere Bedeutung, weil die "normale" an der Stelle keinen Sinn gemacht hat). Für Tippfehler übernehme ich keine Haftung, diese Sauklaue ist schwer zu entziffern... baize over a badger, sleet, confund, kissing gate, beckon, solicitous, doe, becket, apprehensive, vanquished, beaded, sombre demeanour, mar, sulkiness, bouyant, quell, sycophantically, dapper, infusion, goggling, fervently, solemn, croon, swarthy, traipse, emaciated, renege, expedient, skullduggery, wing, hallow, hangdog, stooped, warlock, abroad, liveried, dittany, ingromius, stay, gruffty, scarper FußballtippsDienstag, 18. August 2009
Letzte Saison habe ich mir als Taktik ja "Tippen der Vorjahresergebnisse" ausgesucht. Während das in den ersten Wochen zu einem recht hohen Platz in unserer Tipprunde führte, stürzte ich danach ab. Ich habe einen grandiosen vorletzten Platz hingelegt - wobei ich nicht mal weiß, ob mein Verfolger überhaupt jede Woche getippt hat.
Also ist auch diese Strategie grandios fehlgeschlagen. Zum zweiten Mal in Folge widerlegt, dass die Leute ohne Ahnung immer am besten tippen. Basierend auf dem Vorschlag eines Kollegen mache ich für die Saison 2009/2010 jetzt folgendes: Basierend auf den OddSet-Quoten das Tippen, was die meisten Menschen auch tippen (also die niedrigsten Quoten hat). Natürlich elektronisch unterstützt, das schreib ich nicht alles von Hand ab :-) Ob das funktioniert? Mal schauen, wie sich das entwickelt. Zumindest nach der zweiten Spielwoche stehe ich schon wieder auf dem letzten Platz... (Und dieses Mal haben wir fieserweise Sonderfragen über Trainerwechsel und solche Sachen - woher soll ich denn diese Informationen nehmen? Und meine Skripte hat das auch durcheinandergebracht.) TourfotosMontag, 17. August 2009
Und hier mal ein paar Fotos von der Radtour. Hier sieht man auch nochmal, dass es am ersten Tag abwechseld leicht bewölkt und mal sonniger war, am letzten Tag dagegen absolut heiß ohne das kleinste Wölkchen, das Schatten spenden könnte.
Die Bergetappe. Hier kommt gar nicht richtig rüber, wie steil und schrecklich das da rauf und runtergeht. Wirklich der anstrengendste Teil der Tour. Nun gut, zwischen Halle und Werther liegen laut Karte nur 70 Höhenmeter - aber ich komme von da hinten in der Bildmitte, wo alles flach ist, soweit man gucken kann. Ich bin das nicht gewohnt. Und plötzlich stehe ich am Gradierwerk, von dem ich aus unerfindlichen Gründen ein Quartal zuvor in der Wikipedia gelesen hatte. Bad Oeynhausen. Ziel der ersten Etappe. Und das so plötzlich und ohne Ortsschild! Also extra nochmal wieder aus der Stadt rausgegurkt (na ja, eigentlich nur zum McDoof), um für den Kollegen, der fest daran gezweifelt hat, dass ich es jemals bis dorthin schaffe, das Ortsschild zu fotografieren. Ätsch. Toll finde ich übrigens, wie das da mitten im Nirvana zu stehen scheint. Aufenthaltstag mit Wanderung durch den Kurpark. War ganz hübsch da, da kann man sich ein Stündchen mit dem Fotoapparat vertreiben. Das Theater im Kurpark samt vorgesetzter Wasserinstallation. Sämtliche Bauten in dem Park schreien übrigens ganz laut "Zentralperspektive". Muss damals in gewesen sein, auch wenn es damals noch nicht "in sein" hieß. Das Tor nach Westfalen! Endlich mal ein Landschaftsmerkmal, an dem man sich orientieren konnte, wo man merkt, dass man auch vorwärts kommt. Beim Flachlandradeln gibt es das ja nicht, aber dieser markante Berghang war eine willkommene Abwechslung. Immerhin musste ich da ja nicht hochfahren. KommunalwahlMontag, 17. August 2009
Vorhin habe ich meine Briefwahlunterlagen fertig gemacht.
Da muss man ja auf dem Wahlschein versichern, dass man alles ordentlich gemacht hat. Das artet in einen kleines doppelseitiges Formular mit fünf Fußnoten aus (die Stimmzettel sind dagegen deutlich übersichtlicher und einfacher zu verstehen - jeder nur ein Kreuz). Faszinierend ist folgender Part in der Überschrift des Wahlscheins: Wahlschein für die Wahl des/der Oberbürgermeisters/Oberbürgermeisterin *) Weiter unten wird der Sternchentext erklärt: *) Unzutreffendes streichen Ich gebe mir ja immer Mühe, Formulare ordentlich auszufüllen - aber woher soll ich bitteschön jetzt schon wissen, ob ein Mann oder eine Frau gewählt wird? ÜbergeraschtSamstag, 15. August 2009
Da meint Mutti "die Sonnenblume im Garten ist so schön, da musst du mal ein Foto machen".
Etwas unmutig hole ich also die Fotoausrüstung (bis hoch in den ersten Stock und wieder runter!) und latsche zu der dummen Blume, um ein Foto zu machen. Was ist? Es krabbeln ein paar Viecher drauf rum und es fällt mir auf, dass ich mit dem DA 16-45/4 den Makrobereich noch gar nicht ausprobiert habe. Außerdem gabs in de.rec.fotografie neulich den Tipp mit Anblitzen für Makroaufnahmen. Also mal flugs ans Werk :-) Hier ein paar Ergebnisse. Alles freihändig. Ich muss sagen, dass mir das Objektiv immer besser gefällt. Anfangs war ich nur genervt von den CAs, die in der 16mm-Stellung am Rand auftauchen. Dann wurde mir klar, dass ich das mit dem DA 18-55/3.5~5.6 nicht vergleichen kann (das hat weniger CAs und deutlich weniger gekostet), weil das ja gar keine 16mm-Einstellung hat :-) In der letzten Zeit habe ich das 16-45 deshalb dann doch öfter mal dabei, wenn ich unterwegs war. Die Makroaufnahmen haben mich jetzt nochmal positiv überrascht - damit hatte ich nicht gerechnet, das ist richtig gut! Wenn das Objektiv nur nicht so schwer wäre... das ist der einzige Vorteil, den das 18-55 gegenüber dem 16-45 noch hat. Aber so langsam bereue ich den Kauf des 16-45 nicht mehr... (Aber mein Lieblingsobjektiv bleibt das DA 40/2.8, weil es so klein und scharf ist. Makroaufnahmen kann man damit aber nicht machen.) Ich sehe gerade, dass alle Bilder mit ISO 100 aufgenommen wurden. Ich muss irgendwann mal ausprobieren, ob höhere ISO-Werte da nicht noch etwas bringen (kürzere Verschlusszeit oder mehr Tiefenschärfe) oder ob in den Ausschnittsvergrößerungen dann zu viel Rauschen sichtbar wird. RechnerbasteleiDonnerstag, 13. August 2009
Da ich bei meinen Eltern zu Besuch war und keine Lust mehr auf den alten, lahmen, höllenmäßig lauten Rechner meiner Mutter mehr hatte (ein Bigtower mit drei Festplatten, der das Zimmer locker um 2°C aufheizt - und ich muss dann da schlafen), überlegte ich mir spontan als Langeweilevertreibung für den letzten Montag "ich bau Mutti einen neuen Rechner".
Die Ziele für die Bastelei waren die folgenden:
PlanungPraktischerweise ist in der aktuellen c´t (c´t 2009, Heft 17, Seite 90ff.) gerade ein Artikel über 250€-Rechner im Eigenbau. Ein DVD-Laufwerk wird nicht benötigt, ebenso mag ich keine Seagate-Festplatten. Als OS kommt natürlich wie vorher Debian zu Einsatz, Tastatur, Maus und TFT sind vorhanden. Ich mag generell AMD und ziehe leise und energiesparend vor, wenn die Intel-Alternative schnell und laut ist. Der Rechner wird für Surfen, E-Mail und Briefe schreiben eingesetzt, da ist schon der langsamste käufliche AMD-Prozessor gnadenlos überdimensioniert. Grafikkarte onboard, das spart Strom, kost nix extra, macht keinen Krach und reicht locker aus. So habe ich als erste Orientierung einfach mal den c´t-Vorschlag für das AMD-System übernommen:
Das wären ca. 217€. UmplanungSonntag abend ging es dann ins Internet, die hiesigen Läden abzuklappern, was man da wo finden kann. Jeder Laden hat andere CPUs im Angebot und ganz ehrlich - ob ich nun 2,5 GHz (4850e) oder nur 2,1 GHz (4050e) nehme, den Unterschied merkt man beim geplanten Einsatzszenario nicht. Da der 4050e 10€ weniger als der 4850e kosten sollte, kam er schnell in die engere Wahl. Und wenn ich nur einen schnelleren (und teureren) 5050e bekommen hätte (2,6 GHz), hätte ich auch den genommen - dem bescheinigt die c´t trotz mehr Rechenleistung nämlich rund 1,5 Watt weniger Leistungsaufnahme. Das Board gab's nirgends. Mit der Suche nach dem idealen Mainboard kann man erfolglos mehrere Wochen verbringen, da muss man sich tief einwühlen, aber dazu hatte ich weder Lust noch Zeit. Also andersrum: Eckdaten festlegen (es muss ein entsprechender Prozessor draufpassen, es muss OnBoard-Grafik mit DVI-Ausgang drauf sein) und dann bei jedem Laden die Mainboards in der Preisklasse um 40€ durchklappern. Das ging dann erstaunlich schnell, da blieb tatsächlich nur noch eins übrig: Das Asrock N68PV-GS. Bei Speicher lohnt es sich nicht, vorher zu gucken, da gibt es sowieso Tagespreise. Festplatten gibt es überall, die Preisdifferenzen waren auch nur ein paar Euro. Seagate mag ich nicht (Merksatz: "Sea gate oder sea gate halt nicht"). Das Rausklamüsern, ob es sich nun um eine Platte mit genau einer Magnetscheibe handelt, habe ich mir gespart, das war in den Preislisten nicht zu erkennen. Außerdem sind die Festplatten-Namensgebungsschemata eh undurchsichtig. Also einfach die kleinste sinnvolle Größe (unter 250GB wird es unverhältnismäßg teuer) und meinen aktuellen Lieblingshersteller (Samsung) gewählt. Beim Netzteil gab es a) nur die größere Variante (350 statt 300 Watt - total überdimensioniert) und b) die nächstgrößere Modellreihe (Straight Power statt Pure Power, da kommt dann ein in diesem Fall unnützer 12V-Anschluss für die Grafikkarte hinzu). Na gut, wenn's denn sein muss. Somit sah die Liste Sonntag abend also so aus:
Beim Prozessor war der Preis nicht kalkulierbar, die Festplatte war inzwischen billiger als im c´t-Vorschlag. Mainboard auch billiger als geplant, Gehäuse habe ich erst ab 23€ gefunden. Netzteil leider deutlich teurer (ich hätte ja gerne das kleinere gehabt, aber wenn's das halt nirgendwo gibt...), Speicher mal mit dem c´t-Preis angesetzt. Neue Summe: 208-228€ - liegt also im Rahmen des ursprünglichen Plans. RealitätErstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Zum Glück liegen die Läden nah beieinander - da kann man, wenn man z.B. das Board gewechselt hat, schnell nochmal alle Läden nach dann passenden Prozessoren abklappern. Ich war ja schon am Überlegen, ob ich nicht einfach eine der alten Festplatten weiterbenutze. Die Größe von 40 GB ist vollkommen ausreichend, aber die sind alt, vermutlich nicht besonders leise, noch IDE und bei "IBM Deathstar" laufen alle schreiend weg (hey, von den dreien meldet bisher nur eine Fehler im SMART - die anderen beiden sind noch top!). Als wir dann beim WÜhlen bei SKYCOM von einem Verkäufer direkt angesprochen wurden und er mir keine passenden CPUs anbieten konnte, wollte ich nicht mit leeren Händen gehen und habe dann, weil sie dort am billigsten waren (na ja, irgendwer lag noch 9¢ drunter, aber egal), doch noch eine Festplatte mitgenommen. Damit konnte ich endlich aufhören, über die "neue Platte ja/nein"-Frage nachzudenken. Aber ich darf mich nicht immer von Verkäufern überrumpeln lassen! Die tollen, stromsparenden AMD-Prozessoren mit 45W TDP sind Auslaufmodelle. In sechs besuchten Läden war nicht ein einziger 4x50e, geschweige denn ein 5050e zu bekommen - auch, wenn die ausliegenden Preislisten frisch am gleichen Tag gedruckt waren und den Prozessor noch führten. Damals, als ich meinen Server zusammengebaut habe, gab es diese Prozessoren noch nicht (sie waren offiziell erschienen, aber noch nicht zu bekommen), jetzt sind sie schon wieder vom Markt (teilweise noch gelistet, aber praktisch nicht mehr verfügbar). Keine Ahnung, warum AMD die vom Markt nimmt, gut scheinen sie zu sein, denn die Läden hätten gerne welche verkauft, wenn sie nur welche hätten ("Ich hätte diese Woche schon 5 Stück verkaufen können, sie sind nicht der erste, der fragt." Und das am Montag.) Ein Laden bot mir einen neuen "240" an - das klang gut (wenn es schon 65W TDP sein müssen, dann kann ich statt dem alten 5400+ auch ein aktuelles Modell nehmen, das wird durch das neue Design schon nochmal sparsamer sein), lag preislich im Rahmen und passte auch aufs Board. Als ich mir das genau überlegt hatte (und alle anderen Läden erfolglos abgegrast hatte) und nun das zweite mal am Tresen stand, hieß es dann: "Ja, wie, mitnehmen? Hab ich, vergessen das zu sagen? Die kommen erst im Laufe des Nachmittages." Da ich am Nachmittag aber schon geschraubt haben wollte, immerhin wollte ich ja bis abends ein komplett funktionierendes System einrichten, ließ ich den noch-nicht-vorhandenen 240 dann auch links liegen. Stundenlang unbestimmt warten ging nicht. Andere Läden hatten auch keinen 240, minimal einen 260, aber das war preislich schon wieder ganz anders. So wurde es dann ein ganz profaner Athlon 5000+ EE von MC. Da habe ich mir übrigens auch das Netzteil besorgt. Der Rest kommt von rocketPC. Der Laden war mir absolut neu. Er tut sich im Vergleich zu den anderen Läden durch Verkäufer hervor, die von sich aus auf die Kunden zugehen, und ihnen Sachen vorschlagen/aufdrängen, was in meinem Fall hervorragend funktioniert hat (aber nicht so überfallsartig wie bei SKYCOM, ich war jetzt gewappnet - hier haben sie mich mit Argumenten geködert). Außerdem geben sie offen zu, dass sie mit ihren Preisen den Rest der Silicon Alley unterbieten wollen - was wohl auch klappt. Weiterer Pluspunkt: sie haben echte Billiggehäuse von ihrer eigenen Hausmarke. Hier habe ich mir also gleich mal ein Gehäuse geschnappt. Außer Board, Netzteil und Festplatte kommt da ja nichts rein, das Gehäuse war echt egal. Rot/schwarz sah sogar ansprechend aus. Also zugreifen. Das gesuchte Mainboard hatten sie nicht, "aber schaun sie mal, das hier ist ganz ähnlich". Stimmt: Auch ein Asrock (halt ein anderes), auch mit Onboard-Grafik, auch mit DVI-Ausgang. Und 1€ billiger als das eigentlich geplante Board im Laden nebenan. Damit waren alle meine gesteckten Kriterien zur Boardauswahl erfüllt und es bekam den Zuschlag. Speicher war irgendwie überall teurer als im c´t-Beispiel: 2x1GB DDR2 800 hätten um die 40€ gelegen, aber nicht bei 26€. Hier wurde mir nun vorgeschlagen, statt 1x2GB statt 2x1GB zu nehmen. Das sei dann zwar nur SingleChannel, aber die gefühlten Unterschiede wären nicht so groß. Stimmt. Bei Surfen und Mailen fällt das bestimmt nicht auf. Also zugeschlagen. (Warum sagt das BIOS 266 MHz, memtest86+ 200 MHz und die Rechnung 800? Irgendwas passt da doch nicht! Speicherkauf ist Schwarzmagie, ich habe ja sowas von keine Ahnung davon...) Den Vorschlag, 4 statt 2 GB zu nehmen, habe ich dann mit dem Hinweis auf "nur Surfen und Mailen" erfolgreich abgebogeb ("aber sind doch nur ein paar Euro mehr!"). Endergebnis:
Summe: 216,39€. Wenn das mal keine Punktlandung ist! Der Aufbau...gestaltete sich total unkompliziert. 45 Minuten auf der Terasse in der Sonne geschraubt, nebenbei Mittag gegessen. Ich brauchte einen Schraubendreher, der Rest ging so. Pro-Tipp: Erst die Connector-Blende in das Gehäuse stecken, dann das Board einbauen. Sonst baut man das Board nochmal wieder aus, um das nachzuholen. InstallationAusnahmeweise habe ich mal nicht über debootstrap aus einem existierenden System installiert, sondern wollte den Debian-Installer über USB benutzen (zu faul, den alten Rechner zu zerlegen und da die Platte auszubauen). Problem: es waren nur USB2.0-Sticks im Haus, die aber an dem einzigen Linux-PC (dem besagten alten meiner Mutter) rumgezickt haben. Ich habe also den Installer nicht auf den Stick bekommen. Mit einem der verfügbaren Windows-Systeme wollte ich mich nicht rumschlagen, denn da muss man ja für sowas grundlegendes wie dd erstmal wieder Spezialsoftware runterladen.Aber halt! Ein USB-Gerät gibt's das definitiv an Muttis Rechner geht! Und so geschah es, dass ich den Debian Installer von meiner Pentax K10D gebootet habe. Digitalkamera zur Linuxinstallation - yay! Im Wesentlichen habe ich danach dann die Paketliste des alten auf das neue System übertragen und /etc, /var und /home per tar c | ssh "cd; tar x" auf den neuen Rechner geschoben. Das war alles vollkommen problemlos, nur der Sound hat etwas gedauert. aumix kommt über die OSS-Emulation nicht an alle Mixerkanäle dran. Als ich es dann mal mit alsamixer probiert hatte, konnte ich auch endlich LineOut hochregeln.FertigSystem up and running. Total geil! Der Rechner ist angenehm leise. Er ist rot. Und er steht 15 Sekunden nach dem Einschalten bereits im KDM-Anmeldeschirm. Der alte Rechner fing zu dem Zeitpunkt noch nicht mal an, seine SCSI-Karten nach Geräten abzutelefonieren... (Der neue Rechner bootet echt schnell: Bis das TFT merkt, dass ein Signal anliegt und ein Bild anzeigt, ist der BIOS-Screen schon wieder weg und GRUB fängt an, seine drei Sekunden runterzuzählen. (Ja, meine erste GRUB-Installation. Der Debian-Installer hat gar nicht gefragt, ob ich vielleicht LILO will. Na ja, irgendwann muss ich ja mal was neues lernen. Doof finde ich an GRUB schonmal, dass man die Defaultauswahl des Kernels abzählen muss. Was ist, wenn sich die Reihenfolge der Kerneleinträge ändert? Bei LILO wählt man den Default anhand des angezeigten Namens.)) Die Festplatte rennt wie geschmiert, das System nutzt AHCI und NCQ (obwohl ersteres eigentlich im BIOS aus- und stattdessen "IDE legacy" angeschaltet ist). bonnie++ vermeldet über beim 100MB/s Lesen und Schreiben.Nach dem Aktivieren einer speziellen BIOS-Einstellung, die versucht, das System auf 45°C zu halten, läuft der CPU-Lüfter jetzt auf 1900 statt 2200 RPM - damit wurde die Kiste nochmal leiser. Jetzt hört man doch wieder die Festplatte :-) Normalerweise idlet das System bei 37°C vor sich hin - ich glaube nicht, dass die 45°C jemals erreicht werden. Ganz vielleicht werde ich die Wunschtemperatur mal auf 50°C hochstellen. Und ganz großes Kino: Gut, dass ich das ursprünglich geplante Biostar-Board nicht bekommen habe. ATI-Grafik unter Linux ist ja nachweislich Müll durch die mistige Treibersituation (ich kenne das von meinem IBM T43 und habe auch anderweitig nichts gutes gehört). War mir anfangs egal, 3D und TV-Out entsprachen eh nicht den Nutzungsschema. Jetzt habe ich einen NVidia-Chip auf dem Board. Der proprietäre Treiber kann unter Debian direkt installiert werden. Auch der Eigenbau der Module für einen selbstgebauten Kernel passiert quasi von alleine. Das funktioniert einfach! Die Kiste macht aus dem Handgelenk mit der Onboard-Karte schnellere 3D-Grafik, als ich je in einem meiner Rechner gehabt habe. Habe jetzt erstmal Compiz eingeschaltet, die ganze Power muss ja für irgendwas gut sein :-) Alles in allem gefällt mir der Rechner. Ich glaube, ich könnte sowas auch gebrauchen. 3D ist ganz nett, wenn man es mal braucht (z.B. für stellarium), der kleinste momentan sinnvolle verfügbare Prozessor ist schneller als alles, was ich bisher verbaut habe (ausgenutzt wird der wohl erst, wenn ich mal wieder zu Besuch bin, Fotos gemacht habe und den RAW-Konverter anschmeiße) und das ganze ist noch angenehm leise (mein hiesiger T43 in der Dockingstation unterm Schreibtisch macht mehr Krach - und hat definitiv weniger Power).Eine Stromverbrauchsmessung (insbesondere im Vergleich zu der alten Höllenmaschine) kommt, sobald wir das Messgerät wiedergefunden haben. Cold CallMittwoch, 12. August 2009
Na, werdet ihr in letzter Zeit auch von so einem Umfrageinstitut genervt?
Passenderweise geben sie ihre Telefonnummer an, damit man sie googeln kann. Soll ja alles hochseriös sein. Muss man halt nur davon absehen, dass mein Telefon während meiner mehrtägigen Abwesenheit den ersten Anrufversuch um 03:31h (also mitten in der Nacht) registriert hat. Na ja, beim nächsten Mal wollte ich dann mal abnehmen und denen mitteilen, dass ich natürlich die Piraten wähle, aber wie ich gerade auf deren Homepage sehe, fragen die gar nicht explizit nach der Partei, sondern nur lapidar nach "Sonstige". Pfui dafür! NACHTRAG 1: Allerdings scheinen sie trotz inzwischen acht Anrufversuchen doch nicht so an meiner Stimme interessiert zu sein: Ich ging also ran. Weil ich ja wusste, dass die das sind, meldete ich mich nur mit einem "Hallo?" statt wie sonst meinem Namen. Die Frau am anderen Ende gab ein überrachtes "Hallooo?" zurück und auf mein erneutes "Ja, hallo. Guten Tag!" hat sie dann kommentarlos aufgelegt. Machen die da Telefonstreiche oder sollen die Leute interviewen? NACHTRAG 2: Jetzt waren sie's gerade nochmal. Knapp zehn Minuten lustige Politikfragerunde, irgendwie habe ich keinen der namentlich abgefragten Politiker positiv bewertet (wie auch? Zypries, Schäuble und Konsorten...) und konnte mich mal ein wenig über unser System hier auskotzen :-) Der "Hallooo?"-Anruf war in deren System übrigens verzeichnet als "wurde abgenommen, war aber nichts zu hören". Hatte deswegen gleich anfangs mal nachgefragt. Also wohl doch kein Telefonstreich. Harry Potter and the Deathly HallowsDienstag, 11. August 2009
ISBN 978-0-7475-9105-4
Generell: Spoileralarm. Ich hatte das Buch schon mal angefangen und nach 180 Seiten zur Seite gelegt, weil es mir zu doof war. Aufgrund seines Umfanges (reicht für ein paar Tage) und weil ich es doch endlich mal durcharbeiten wollte, habe ich es mir mit auf die Fahrradtour genommen. Ergebnis: ich hatte Recht, es ist doof. Aber wenigstens durchgelesen ist es jetzt. Was stört mich? Nun ja, die erste Hälfte des Buches besteht aus wüstem, ziellosem Hin- und Herlaufen. Die Charaktere wissen nicht, was sie eigentlich wollen, die Leser wissen auch nicht, was das ganze soll und irgendwie färbt das auf den Autor ab, als ob er auch keine Ahnung gehabt hätte. In der zweiten Hälfte wird dann das Finale vorbereitet. Dabei kommt es zu wahnsinnigen Enthüllungen (stellt euch vor, Snape ist nicht der suberböse Fiesling, nein, er ist eigentlich fast zu bedauern und arbeitet heimlich für die Guten - wer hat das bitteschön nicht kommen sehen?) und noch wundersameren Deus-ex-machina-Einsätzen: Die Zauberstäbe verhalten sich nämlich in bestimmten Situationen ganz bestimmt anders als gedacht! Das hat bloß sechs Bände lang niemand gewusst, aber jetzt enthüllen wir das mal schnell, damit die Geschichte zu einem Ende kommt. Vielleicht gab es in den vorherigen Bänden gut versteckte Andeutungen dafür (macht die Rowling ja gerne, sowas), aber im Endeffekt sieht diese "Lösung" aus wie frisch aus dem Arsch gezogen. Hauptsache fertig werden. Ach ja: Ron bekommt totale Zweifel und rennt weg - und hey, er kommt wieder zurück! Hatten wir das nicht schonmal? Ich hatte bisher das Gefühl, dass sie so schreibt, dass ihre Leserschaft mitwächst (der erste Band war definitiv für Kinder, im Laufe der Bände bzw. Jahre wird es dann blutiger und irgendwann darf Harry auch Mädchen hinterherrennen), aber mit dem, was sie hier abgeliefert hat, heißt es back to the roots - nichts für ein mitgewachsenes Publikum. Aber halt, man muss es ja doch lesen, sonst hat man ja nicht alle Bände gelesen. Genialer Schachzug. Und dann waren da ja noch diese großartigen Ankündigungen, dass sie jahrelang schon das letzte Kapitel in der Schlublade liegen hat und das letzte Wort auf der letzten Seite im letzten Kapitel "scar" sein sollte. Entweder bin ich zu doof, umzublättern, oder mein Buch ist kaputt: Weder das Kapitel 36 ("lifetime"), noch der Epilog ("well") enden so. Hoffentlich verheißt uns das keinen achten Band. So bitte nicht weiter. Von den ersten Bänden war ich begeistert (ich habe mal ein Buch an einem Schulsamstag komplett unter der Bank durchgelesen), Band 6 war glaube ich der beste (ging streckenweise in Richtung Mädchenmanga :-), aber dieser hier war unter aller Kanone.
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Do, 17.06.2010 21:47
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