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BundesligaMittwoch, 27. August 2008
Ich hab ja bis jetzt noch gar nicht von den Ergebnissen meines elaborierten Planes zur siegreichen Eroberung unserer Bundesligatipprunde berichtet. Also, kurz und knapp, ich bin gnadenlos auf dem allerletzten Platz gelandet. Myth busted.
Wenigstens habe ich dabei den kleinen Sohn meines Kollegen erfreut, der fand meine Tipps immer so lustig. Nun ja, auf zu neuen Schandttaten und dieses Jahr tippe ich einfach 1:1 die Ergebnisse vom letzten Jahr! (Die Absteiger und Aufsteiger entsprechend ausgetauscht natürlich.) Schlimmer als letztes Mal kann es ja nicht mehr werden (vollkommen empirisch!). Übrigens bieten weder dfb.de noch bundesliga.de eine Kreuztabelle mit den Ergebnissen an, zum einfachen Abtippen der Ergebnisse muss man schon die Wikipedia bemühen. Planungen für die nachfolgenden Jahre: Gnadenlos der Reihe nach 1:0 1:1 2:1 tippen (dauerhaft 1:0 wäre besser, aber wir haben ja das Strategieverbot in der Tipprunde aktiviert) oder einfach die Wettquoten von einem Tippdienst besorgen und immer die geringste Auszahlquote tippen. Symphonic ShadesDienstag, 26. August 2008
Am Samstach sind wa in Kölle jewese.
Da war Konzert. Ein symphonisches Videospielekonzert, um genau zu sein: Symphonic Shades von Chris Hülsbeck. Zum allerersten Mal in der Geschichte des Radios wurde ein Videospielekonzert live übertragen (und ich war vor Ort dabei!) - leider habe ich vergessen, hier vorher nochmal drauf hinzuweisen. Der WDR hat's nicht nur live im Radio gebracht, sondern auch im Internet gestreamt und wir haben bis jetzt noch keinen gefunden, der's aufgenommen hat... Was darf bei Videospielemusik in Deutschland nicht nicht fehlen? Das FILMharmonic Orchestra Prag und die Japaner. Ersteres ist bekannt von den zurückliegenden Games-Convention-Eröffnungskonzerten im Leipziger Gewandhaus und hat hier den Chor beigesteuert (musiziert hat das WDR Rundfunkorchester Köln). Letztere haben das Aufführen von Videospielemusik in Konzertform erfunden und waren auch gleich mit mit zwei Stargästen vertreten. Anwesend waren - neben Chris Hülsbeck, dem Komponisten der ganzen Stücke, also derjenige, wegen dessen Musik wir da hingepilgert sind - und den Solokünstlern (bei Turrican am Klavier: Jari Salmela und an der Darbuka: Rony Barrak, der hat schon mehrfach auf den GC-Konzerten gespielt und *verdammtmich*, ich trommele ja gerne einfach so auf irgendwelchen Sachen herum, das will ich auch so können...) auch Yuzo Koshiro (Arrangement von Jim Power) und, direkt vor mir sitzend, Takenobu Mitsuyoshi (Arrangement und Text(!) von Apidya II (ja, die II ist ein Witz, der erste und einzige Teil hat die Nummer zwei im Titelbild stehen)). Außerdem - und das war eigentlich das tollste, denn von Chris Hülsbeck hab ich schon ein Autogramm auf meiner Shades-CD - war Purple Motion, der Musiker von Future Crew und Held meiner Kindheit da. Der hat nämlich fast alle Stücke des Abends arrangiert. Leider wurde er nur mit seinem bürgerlichen Namen (Janne Valtonen) vorgestellt und so haben wir erst nach unserer Rückkehr geschnallt, wessen Autogramme wir uns haben entgehen lassen... Er saß auch in Sichtweite von uns direkt neben Herrn Koshiro. Anders als bei der GC gab es nicht eine stundenlange Vorrede, sondern zwischendurch kurze, aber knackige Ankündigungen eines sympathischen Moderators (Matthias Opdenhövel - oh, der hat aber einen langen Wikipedia-Eintrag. Muss man den kennen?). Das hätte der GC auch gut getan. Ganz am Anfang hat der Herr Radiosprecher (hier fehlt mir der Name...) uns noch kurz eingewiesen, wie das abläuft, dass wir die Nachrichten hören werden, dann ein Jingle, dann kommen alle auf die Bühne und wenn der Dirigent kommt, dürfen wir dann klatschen. Er hat sich sich wie ein Honigkuchenpferd gefreut und sichtlich Spaß an dem vollen Haus gehabt, entweder ist das der Motivator schlecht hin oder auch für ihn war das eine ganz besondere Aufführung. Das ausverkaufte Konzert dauerte ca. zwei Stunden in zwei Teilen und - wir dachten schon es brennt - der Orchesterraum war leicht vernebelt, was während der Aufführung für allerlei unterstützende Lichteffekte benutzt wurde (sieht man das überhaupt im Radio?). Damit war das Konzert nicht mehr ganz so "pur" wir die Aufführungen im Leipziger Gewandhaus, aber wohl auch noch lange nicht so schlimm wie die oft geschmähte Video-Games-Live-Reihe. Am Ende musste der Maestro (Arnold Roth - huch Grammy-Preisträger, aber keinen Wikipediaeintrag?) dann den tosenden Applaus etwas abschneiden, da um 23 Uhr das ebenfalls ausverkaufte Zusatzkonzert losging und vorher einmal das Publikum ausgetauscht werden musste. So, nun aber zum wichtigsten: Der Musik. Ich schreibe mal nur über dieTitel, die ich gut kenne und auf die ich mich gefreut habe, denn genau für die war ich ja da gewesen. (Das ging übrigens auch dem Rest des Publikums so - anders als auf den GC-Konzerten, wo Sitze für "Prominenz" freigehalten werden und schließlich leer bleiben, während draußen Fans ohne Karte stehen, war das Publikum hier voll mit Fans. Das sah man schon an der eher legeren Abendgarderobe, wurde aber insbesondere bei der Applausverteilung sichtbar: Bereits die Ankündigung großer Spieletitel wurde mit frenetischem Applaus untermalt, während es bei allem mit "Tunnel" im Namen oder der Weltpremiere Chris' neuen Stücks eher verhalten bis ruhig blieb.) X-Out: Ich hatte extra vorher nochmal in ein paar Remixe reingehört, aber mit echtem Chor auf der Bühne klingt das alles nochmal besser. Als das Hauptthema kam, lief es mir kalt den Rücken herunter. Super! (OCremix, KWED) Tower of Babel: Das war schon im Original auf Orchester getrimmt, aber im direkten Vergleich merkt man dann doch, wie weit (oder auch nicht) die Synthesizer damals waren. So, wie es jetzt erklang, war das Stück bestimmt früher auch schon gedacht. Das wollte einfach mal mit richtigem Orchester aufgeführt werden. Turrican 3 - Payment Day in einer Pianofassung. Channelhacks! Was Jari Salmela da aus dem Stück herausgeklimpert hat, ist einfach klasse. Wunderbar umgesetzt! Übrigens mit ein Grund, dass das Konzert nicht langweilig wurde: Es klang nicht alles gleich, in den Stücken war - auch in der Instrumentierung - einiges an Abwechslung drin. (KWED) Gem'X: Die klimpernden Edelsteine wurden durch Keramiktassen in der Percussion-Sektion dargestellt. Dann ließen die Streicher das unverkennbare Thema sanft darüber schweben... Ein super Stück im Original, ausgesprochen herrlich umgesetzt. (KWED) R-Type Theme (das vom Amiga, nicht die C64-Version, die ist ja nicht von Chris). Phä-no-me-nal. Für mich das beste Stück des Abends. Nicht mehr so betont 4/4 wie die Originalfassung (huch, wo ist das Schlagzeug hin?), dafür mit großartigem Bläsereinsatz. Das Stück ist in dieser Fassung zu einer Science-Fiction-Opening-Fanfare mutiert, die es problemlos mit Star Wars oder Battlestar Galactica aufnehmen kann. Giana Sisters war, neben Turrican, wohl das am sehnsüchtigsten erwartete Stück des Abends. Die Musik ist bekanntermaßen sehr abwechslungsreich und insbesondere das superfröhliche Reggae-Theme der Oberwelt passt auf den ersten Blick nicht in so ein "ernstes" Konzert. "Trivialmusik!" mochte man rufen. Aber egal, das Stück ist genial und warum sollte ein Orchester sowas nicht auch einmal spielen? Der Dirigent ist auf jeden Fall beinahe vom Pult gefallen, so kam er in Wallung. Das war auch ganz vorne mit dabei. (OCremix, KWED) Shades, das Erstlingswerk von Chris Hülsbeck, sein großer Durchbruch und Namensgeber des Konzertes. Ein Klassiker. Am Anfang ein netter Einfall: Das Orchester kommt nicht sofort in Gang und braucht mehrere Anläufe. Auch die Schlagzeuguntermalung konnte hier punkten. Leider ging der Synthesizer ein wenig im Rest des Orchesters unter, hier kann man noch auf die Abmischung der CD hoffen. Ein Pflichttitel, beileibe nicht schlecht umgesetzt, aber hinter Giana Sisters oder R-Type blieb er dann doch zurück. (KWED) Turrican II - The Final Fight, nochmal was richtig großes als Rausschmeißer. So die Erwartung, kam dann aber doch etwas anders: Angekündigt als eine "Reise durch Romantik, Impressionismus und Neo-Klassizismus" war das wohl ein Jokus für Musikwissende, indem alle diese Stile durchlaufen wurden. Eine Stelle klang so kitschig, da muste ich auch grinsen, aber für den Rest habe ich wohl zu wenig Musik studiert, um den Witz zu kapieren. Vereinzelt war die Ursprungsmelodie rauszuhören, aber wie fasste Maxi das so schön zusammen: "Da ist aber nicht viel von übrig geblieben." Schade, dass ausgerechnet das den Abschluss bilden musste, da waren die anderen Stücke meiner Meinung nach besser. (OCremix, KWED) Anschließend gab es noch einen leckeren unagi-don am Bahnhof. Mjam! Hat sich das Konzert nun gelohnt? Auf jeden Fall! Auch, wenn man beim Chor jetzt nun nicht erraten könnte, ob sie gerade griechisch, lateinisch oder japanisch singen, war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Es waren zwar nicht alle Stücke "fantauglich", aber das, wofür man gekommen ist, hat definitiv nicht enttäuscht! Wenn ich die demnächst erscheinende CD nicht schon vorgemerkt hätte, hätte ich das nach dem Konzert sofort nachgeholt. Sowas darf man nicht verpassen!
Geschrieben von mitch
in Musik, Symphonic xyz, Videospiele
um
00:16
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EnttäuschungFreitag, 22. August 2008
Ich habe in der letzten Zeit immer mal wieder ein paar Fotos mit meinen beiden analogen Kameras, einer Spotmatic II (meine ist aber silber) und einer ES (bei mir steht Asahi und nicht Honeywell drauf (baut Honeywell jetzt nicht Straßenbahnbremsen?)), gemacht. Bei der SPII ist außer einer Belichtungsanzeige gar nichts elektronisches enthalten, die ES ist da moderner, die hat schon Belichtungsautomatik.
Ich konnte mich bisher nicht entscheiden, welche Kamera ich nun lieber mag, also hab ich wenn, dann beide mitgenommen, aber unterschiedlich empfindliche Filme eingelegt. So konnte ich dann die eine Kamera bei Sonnenschein ziehen und die andere bei Innenaufnahmen. Beide Filme dürften so ungefähr ein halbes Jahr auf dem Buckel haben und ich hatte absolut keine Ahnung mehr, was da alles drauf zu finden sein wird. Spannung, was da an Bildern kommen wird! Erstaunlicherweise waren beide Filme zeitgleich voll (der eine ein 24er, der andere ein 36er - bei der ES ist die Fotoanzeige kaputt, da weiß man nie, wieviel vom Film man schon weg hat, also war ich wirklich überrascht), ich hab sie diese Woche zum entwickeln gegeben und heute waren sie dann - früher als erwartet - beide fertig. Was muss ich sehen? Den Film aus der ES kann ich fast komplett vergessen, nahezu alle Bilder sind unterbelichtet. Ausschuss. Alles Mist! Ein kurzer Vergleich mit beiden Kameras hat ergeben, dass die ES ein Motiv genau halb so lange belichten möchte, wie es die SPII vorschlagen würde. Bei letzterer habe ich an der Belichtung nichts auszusetzen. Mal sehen, woran das liegen kann. Das Geld, was ich für die Filmentwicklung in den Sand gesetzt habe, kann ich verschmerzen, aber einige der jetzt total im dunklen abgesoffenen Bilder wären - sofern man das erkennen kann - ganz nett geworden. Auf dem anderen Film sind immerhin auch ein paar gute dabei, von denen ich noch in paar Abzüge nachordern werde. Jetzt weiß ich, dass ich mit der Kamera aufpassen muss (warum geht das nicht beim Testfotografieren schief? beide Kameras hatten bereits einen erfolgreichen Film hinter sich), die versemmelten Fotos (z.B. vom Grillen oder vom letzten Familiengeburtstag) bekomme ich aber natürlich nicht wieder. Immerhin hat sich jetzt die Frage, welche Kamera ich weiterhin benutze, von selbst beantwortet: Als Workaround kann die ES Kamera so einstellen, dass sie die Belichtungszeit verdoppelt, damit müsste wieder alles im Lot sein - nur waren vorher nicht alle Fotos zu dunkel, sondern einzelne durchaus korrekt belichtet. Diese wären dann in Zukunft natürlich gnadenlos überbelichtet. Auf so ein Roulettespiel habe ich keine Lust. Ich verknipse den aktuellen Film in der ES und dann wird die erstmal eingemottet. Nachschub #54Freitag, 22. August 2008
Die Liste war jetzt aufregend und umfangreich, was? Zum Ausgleich gibt's noch zwei Gedankengänge: Wenn der Schnellimbiss "free refill" anbietet, man also mit seinem leeren Getränkebecher so oft man Lust hat wieder zum Getränkeautomaten wackeln kann, warum wird der Becher dann zu verschiedenen Preisen in den Größen M, X und XL angeboten? Und wenn man im Radio Werbung dafür macht, dass Frauen tolle Berufsaussichten in der Offizierslaufbahn bei der Luftwaffe haben, warum muss man für die URL dann "Bundeswehr minus Karriere de" auswählen? Guckt sich das nicht eine Person mit funktionierenden höheren Hirnfunktionen an, bevor sowas auf Sendung geht?
Geschrieben von mitch
in Irgendwas, Nachschub, Oh My Goddess!
um
20:25
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now listening: ElwoodMittwoch, 20. August 2008
Im Moment höre ich hier Elwood, vermutlich schon zum xten Mal.
Unaufdringliche Elektromusik, Tracker-/Demoscene-Style, genau das richtige, um es nebenbei laufen zu lassen. Geht bestimmt auch gut zum Autofahren (aber nicht nachts, da brauch ich was härteres - oder die Möglichkeit, mitzusingen). Entdeckt über Tobis cool zusammengestellten MP3-Stick. Wer auch Elwood hören will, kann sich über den Wikipedia-Artikel alles direkt ins Haus holen:
$ lynx -dump 'http://en.wikipedia.org/wiki/Elwood_(musician)' | cut -c 7- | grep ^http: | egrep '(\.mp3$|module\.php)' | sed 's,http://modarchive.org/module.php.,http://modarchive.org/data/downloads.php?moduleid=,' | wget -i-
Dann nur noch die ZIPs entpacken und die Module z.B. mit soundconvert.pl nach MP3 oder OGG wandeln. Vierundseschzig Bit again!Mittwoch, 20. August 2008
Nachdem ich hier Ewigkeiten auf Kernel 2.6.24 unter 32 Bit festsaß, weil alles andere entweder gleich beim Booten abstürzte oder maximal drei Stunden Betrieb überlebt hat, hat sich mein Verdacht erhärtet, dass der USB-seriell-Adapter für mein Terminal daran Schuld ist. Jetzt hab ich nämlich den alten Monitor über VGA am Rechner (endlich kann ich die Ausgaben der Initskripte wieder lesen!), das Terminal abgebaut und - tatarata - einen 2.6.24.2 am Laufen. Ohne Probleme. Und mit 64 Bit.
Endlich kann ich wieder amd64-Pakete bauen und jetzt ist mein Repository auch wieder für alle Architekturen auf einem Stand. nicht kompatibelMontag, 18. August 2008
Ich muss was einkaufen. Etwas ganz alltägliches, was ich schon seit Jahren täglich nutze. Es funktionierte, machte keine Probleme, aber jetzt brauche ich aber kurzfristig Ersatz. Im Fachhandel die Feststellung: Gibt es nicht mehr. Aber Nachfolgemodelle. Viele. Ganz viele. Es hängen sogar Listen aus, was womit kompatibel ist, was kombinierbar ist und was nicht. Ich habe absolut keine Anhaltspunkte, was ich davon brauche, sehe überhaupt keinen Grund, zu etwas anderem zu wechseln und dann nicht mehr nutzbare Komponenten wegzumschmeißen und habe auch in der letzten Zeit keine Fachzeitschrift zum Thema gelesen.
Nein, mir ist kein Prozessor abgeraucht und ich stehe auch nicht im Computerladen. Ich habe nur meinen Nassrasierer bei meinen Eltern vergessen. Denn: Das alte Klingensystem (Gilette II plus) gibt es nicht mehr! Mit Mühe und Not findet man noch Abverkäufe der Klingen - da hab ich noch genug im Schrank, mir fehlt der Griffel. *NARF* Ich hab keinen Bock, auf was neues zu wechseln! Mal sehen, ob mein Hilferuf noch was zu Tage fördert... (Welche Fachzeitschrift ist eigentlich für Rasierertests zuständig? Stiftung Warentest?) Raubkopierer sind Verbrecher, Kinogänger sind die DummenDonnerstag, 14. August 2008
Ein Kollege, der auch mit war, hat's mir bestätigt: Ich habe mich vorgestern im Kino nicht verhört, die zwei Pieptöne mitten im Film hat er auch bemerkt. Das ist also berühmt-berüchtigte Audio-Watermarking, mit dem man nachher, wenn der Film illegal aufgenommen wurde, feststellen kann, aus welchem Kino der Ton stammt. Man nimmt einfach die Tonspur und fügt mutwillig deutlich hörbare Störsignale ein.
Warum gebe ich denn noch Geld fürs Kino aus? (Es sei gesagt, dass Dienstag Kinotag war und ich 4,70€ fürs Kino eigentlich für einen sehr humanen Preis halte.) Man geht ins Kino, um den Film auf einer großen Leinwand zu sehen und auf einer großen Soundanlage zu hören - also das, was man zu Hause nicht ins Wohnzimmer bekommt. Wenn die Kinobetreiber nun absichtlich den Ton sabotieren, dann kann man das ganze auch vergessen. Dann lieber zu Hause von DVD auf dem kleinen Fernseher, dafür aber ohne Störgeräusche. Was kommt als nächstes? Laufbänder und SMS-Chat wie auf den Musikvideosendern? Dann kann man auch das Bild eindeutig einem Kino zuhören. Und wenn man die ganzen ehrlichen Kunden endgültig vergrault hat, lassen sich die verbleibenden Bösewichter mit den Videokameras in der Hand im Publikum auch viel leichter ausmachen. Was sich mir noch nicht erschließt, ist der Sinn des ganzen: Wenn jemand wirklich die Tonspur aus dem Kino aufnimmt, dann kann er sich auch eine zweite besorgen und die Störtöne entsprechend überbrücken (jedes Kino fügt die Störtöne ja zeitlich anders ein, damit man das Kino erkennen kann). Mit WAV-Editoren hab ich früher schon gearbeitet, als die Rechner noch Hauptspeicher im zweistelligen MB-Bereich enthielten. Das geht heute bestimmt noch viel einfacher als damals. Auf der anderen Seite hab ich mich ja gewundert, dass ich ungeprüft mit meinem Rucksack ins Kino kam. Da ich direkt von der Arbeit kam, hatte ich mehrere Handies, einen PDA und einen Laptop dabei (zum Glück hab ich wirklich keine Kamera einstecken gehabt, der Kinobesuch war ungeplant). PS: Weil ich es lustig fand, dass es heute immer noch das "Will noch jemand ein Eis?" am Ende der Werbung gibt (ich dachte, nach meinen Kindertagen wäre das mal abgeschafft worden), erzählte ein Kollege, dass er so ein kuscheliges Kino kennt, wo man mit einem Knopf während des Films jemanden herbeirufen kann, der einem dann Popcorn oder Bier bringt. Full Service wie in der Ersten Klasse. Exklusive Mehrwertangebote, die bestimmt auch wieder ein paar Leute mehr ins Kino locken würden. Wenn mir mal ein Knopf im Kino begegnet und ich während der Vorführung draufdrücke, passiert bestimmt was ganz anderes: Das ist der Videopiraten-Petz-Knopf und dann wird mein Stuhlnachbar abgeführt und zusammengeknüppelt... BlutspendeDienstag, 12. August 2008
Heute morgen war bzw. war nicht Blutspende. Da folgende spielte sich heute morgen genau so in meinem Kopf ab (an dieser Stelle wollte ich beiläufig den Begriff stream of consciousness fallen lassen und ins TV Tropes Wiki verlinken, aber die haben nur einen langweiligen Artikel über inneren Monolog.)
*aufwach* aber *nichtganzwachsei* oh, hmm, Nase voll, Schnupfen! Schnupfen, schlecht! Moment, normalerweise stört mich ein Schnupfen doch nicht, warum ist das jetzt schlecht? *nachdenk* Oh! Das war, weil man krank nicht zum Blutspenden darf und ich deswegen heute früher aufstehen wollte und das wohl nicht getan habe und mich *aufdieuhrguck* - ah ja - genau jetzt mit den anderen treffen wollte. Na, dann wohl nicht. *aufsteh* *SMS verschick* /Abgang /Vorhang Die Mumie 3Dienstag, 12. August 2008
Ganz spontan ging's heute ins Kino. Wie's war?
Mit einem Wort: Popcornkino. Ganz lustig. (Und wenn sie auf die übelsten Klischees und die schlimmsten pseudocoolen Sprüche verzichtet hätten, wäre es noch besser - aber wohl auch 30 Minuten kürzer - geworden.) Inhalt? Na ja, wie die erste Mumie halt (den zweiten hab ich gar nicht gesehen, wie mir vor kurzem auffiel, als ich den Schluss im Fernsehen erwischte). Und weil Ägypten auf Dauer langweilig wird und weil Mangafilme generell in sind und jetzt auch noch Olympiade ist, geht's nach China. Komplett mit Drahtseilstunts, Jet Li, viel Feuerwerk und einem echten Drachen. Und weil das noch nicht reicht und Wüsten auf Dauer auch langweilig werden, geht's diesmal mit der Mumie in den Schnee. Und weil das nicht affig genug ist, gibt's auch noch Jetis. Nur Jane Goodall hab ich noch vermisst. Crikey! Die Macher sind sich übrigens für nichts zu schade, sie erwähnten ganz zum Schluss, dass kurz nach dem Ende des Films Mumien in Peru gesichtet wurden. Ein Schelm, wer da an Fortsetzung denkt... Auf dem Rückweg vom Kino habe ich übrigens gemerkt, dass ich ganz vergessen hattee, wie ruhig und entspannend es ist, nachts mutterseelenallein durch Regen und Gewitter zu radeln. PS: Leute werden gesprengt, rasende übergroße Affenbestien zerfletschen Soldaten, es wird geballert, bis der Arzt kommt (oder halt auch nicht) - und es gibt im ganzen Film exakt einen (storytechnisch relevanten) Tropfen Blut zu sehen. Sonst nur ein paar Schrammen. Kindertaugliches Familienfernsehen!
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