Heute wieder ein Reisetag: zwei Stunden mit Cable Car, Bus, Regional und Express, dann nochmal knapp drei Stunden im Hikari-Shinkansen und zwischendurch ein wenig Laufen und Warten. Netterweise hat uns die Ryokan-Belegschaft mit dem Auto zur Bergstation gebracht, so mussten wir nicht mit den Koffern durch Schnee und Regen marschieren. Das war vielleicht eine Achterbahnfahrt in dem kleinen Wagen durch die sich wild schlängelnden Straßen....
In Tokyo, wo wir umgestiegen sind, war bestes Wetter, in Kyoto ist es leider etwas kalt und ein wenig regnen tut's auch. Wir sind heute schon mal ein wenig herumgelaufen - und genau dann am Kiyomizu-dera angekommen, als das dortige Fest vorbei war und er geschlossen wurde.
Wir suchen uns gerade ein Programm für die nächsten Tage zusammen. Kleiner Nachteil von ungeplantem "wir fliegen einfach mal nach Japan": Was macht man denn dann eigentlich den ganzen Tag? Wir studieren erstmal diverse Reiseführer und Programmplaner und angeln uns dann was raus.
Und die Hotels in Osaka und Tokyo müssen wir auch noch buchen. Wenn das morgen regnet, wäre das eine ideale Indoor-Beschäftigung :)
Die Schlemmer-Tour läuft übrigens auf Hochtouren: Curry-Rice, Natto, Udon, Soba, Ramen und Eki-ben hatten wir schon, Sushi und Unagi habe ich mir gegönnt, aber wir sind immer auf der Suche nach weiteren Schmakazien.
Bonus Yayness: Heute habe ich mit meiner EC-Karte ganz einfach Geld abheben können. Da hat wohl vorgestern das blöde Rechenzentrum wieder einen Ausfall gehabt.
Heute waren wir wandern, sonst ist nicht viel passiert.
Gefrühstückt haben wir traditionell japanisch - inklusive Natto. Überraschenderweise kein Problem, das Zeug.
Essen ist dieses Mal viel interessanter als letztes Mal - erstens probieren wir alles durch (Tobi hat seinen Vegetarismus für den Urlaub ausgesetzt und ich halte mich auch nicht mehr von Eiern fern) und außerdem hat die Einkehr in kleinen Läden gegenüber endlosen Yoshinoya-Besuchen einen definitiven Vorteil: Man kommt mit den Einheimischen ins Gespräch. Kleine Reisegruppe sei dank!
(Na ja, Tobi kommt mit denen ins Gespräch, ich höre meist zu und gucke, was ich alles verstehe. Das "Sie sprechen aber gut Japanisch" kann ich inzwischen ganz gut heraushören, das bekommt er jedes Mal gesagt. Immerhin konnte ich heute schon ein このしゃしんはどこからとりましたか。 inhaltlich korrekt anbringen - leider ergebnislos, da es momentan regnet und ich das Panaramabild von gestern nicht verbessert wiederholen kann.).
Und schaut auch auf Tobis Fotos, der lädt nämlich gleich Massen davon hoch :-) Ich selbst sortiere gerade, heute gibt's von mir deshalb nur Text.
Das war ein Gelaufe heute... die beste Idee des Tages war das zeitweise Wegschließen unserer Koffer am Ueno-Bahnhof. Man muss ja nicht die ganze Zeit mit 30 Kilo Gepäck unterwegs sein.
Heute morgen haben wir erst einmal das Folgehotel aussuchen müssen (Travel Service Center im Ueno-Bahnhof, praktisch!), dann mussten wir noch schnell Geld holen, um das aktuelle Hotel zu bezahlen (die nehmen keine Kreditkarte) - tolle Ideen dabei: "Hey, ich glaube, in Akihabara war mal eine Citybank". Also waren wir mal eben in Akiba, haben in keinen einzigen Laden geguckt und nur festgestellt, dass Tobi bei der MUFG mit VisaCard nichts abgehoben bekommt. Also wieder zurück, die nächste Post gesucht und da über EC-Karte Geld geholt - aber warum geht das nur bei Tobi und nicht mit meiner Karte? Ich hab Angst! Warum kann ich kein Geld abheben? Na ja, damit kommen wir erstmal ein paar Tage über die Runden. Bis zur nächsten Post.
Ach ja, eine Zugverbindung mussten wir auch noch raussuchen. Viel Gelaufe, wenigstens etwas Erfolg.
Zwischendurch ging es kurz in den Ueno-Park, mal ein paar Kirschen angucken, und schießlich in den Zug nach Oume. Zwei Mal Umsteigen und dann waren wir mal richtig "draußen". Berge, Natur, die Koffer unmögliche Steigungen hinaufschleppen, Fahrt mit einer Kabelbahn und ganz oben ein echter Ryokan. Wir haben gerade lecker gegessen, sind das erste Mal in einem japanischen Bad gewesen und haben festgestellt, dass es hier freies WLAN gibt - yay!
Morgen machen wir dann mal die Gegend hier unsicher, bewandern den Berg (OHNE GEPÄCK!) und tun einfach mal gar nichts weiter. Übermorgen reisen wir dann nach Kyoto: über Tokyo, also erstmal wieder zwei Stunden mit Regionalzügen durch die Gegend schippern und dann ab den Shinkansen. Zum Glück ist das Hotel fast direkt am Bahnhof.
Wie wir inzwischen festgestellt haben, sind Reisetage umständlich und anstrengend, also werden wir nicht mehr so oft die Stellung wechseln. In Kyoto bleiben wir drei Tage, ganz am Ende wollen wir in Tokyo einkaufen (außerdem fliegen wir da sowieso wieder ab), also können wir uns zwischen Kyoto und Tokyo noch ein Reiseziel für drei bis vier Tage aussuchen.
Und immer gut, Tobi als Dolmetscher dabei zu haben! Der regelt alles. Aber ich freue mich schon, dass ich dabei meist grob verstehe, worum es geht, wenn er verhandelt :-)
Wir sind heile(?) angekommen.
Der Flug war recht angenehm (wir saßen vor einer Wand und hatten bestimmt 300€ mehr Beinfreiheit als bezahlt) und ich habe auch nur beinahe mein Fotoequipment am Frankfurter Flughafen liegengelassen. Das Bordkino zeigte unter anderem Bee Movie, wo mir die englische Synchronisation ausgesprochen gut gefallen hat. Außerdem habe ich mir eine Folge Dr. House gegeben. Und sowas ähnliches wie geschlafen habe ich auch.
In Tokyo war es dann erstmal recht dunkel und regnerisch, aber die Kirschblüten blühen. Das muss ich mir unbedingt mal im Hellen angucken. Navigatorisch sah alles prima aus - ich war vor drei Jahren schon mal in Asakusa, so dass ich uns ohne Stadtplan problemlos zur ersten Essensanlaufstelle (unser Curryladen), zur nächsten Polizeistation (Tobi kaputt), zum Asakusa-Tempel (mal was angucken) und zurück zum Hotel (schlafen) lotsen konnte.Tobi kaputt? Richtig. Der hatte nach dem Essen eine übelste Blaufärbung am Daumen seiner rechten Hand. Da dachten wir natürlich gleich erstmal an Thrombose (das kommt davon, wenn man zu viele Arztserien im Fernsehen sieht) und ließen uns an der nächsten Polizeistation an einen ausländisch sprechenden Arzt verweisen. Gelandet sind wir dann im Yamada Memorial Hospital, wo sich zum Glück herausstellte, dass es nur eine Prellung ist und Tobi nicht mit plötzlich herumwandernden Blutklumpen rechnen muss.
Das war alles gestern. Jetzt ist's draußen schon hell und wir müssen langsam los, Frühstück fangen, das nächste Hotel organisieren und eine Bahnverbindung raussuchen, wie wir zum jetzt aktuellen Hotel kommen. Und Tobi lebt auch noch.
Das und das stimmen ja freudig.
Aber warum war mein erster Google-Treffer das hier? Warum ham die Amis sowas?
In drei Stunden springe ich in den Bus...
Das mit den Tickets ist wohl geklärt :-)
Ich hab jetzt die halbe JAL-Webseite umgegraben, bis ich endlich ein paar Informationen über Gepäck und Co gefunden habe: eins zwei und drei.
Derzeit muss ich meinen Koffer optimieren, irgendwie bin ich schon wieder über 20kg gekommen. Dann kommt halt mehr in den Rucksack. Und wie ich eben gelesen habe, darf ich eine Handtasche o.ä. mitnehmen - das sei dann mal meine Fototasche, dann ist die nicht mehr im Koffer (soll Fotokrams sowieso nicht sein) und im Koffer ist wieder Platz. Ich glaube, so wird das was.
Ich muss jetzt nur noch mein Lieblingsspiel spielen (gleichaussehende schwarze Socken zu Paaren zusammensuchen), dann sollte ich eigentlich alles im Koffer haben.
Dann druck ich noch ein paar Dokumente aus (Fahrkarten, Reservierungen, ...) und dann müsste es das eigentlich gewesen sein!
Dann schlafe ich einfach eine Nacht total unruhig und male mir aus, was ich alles vergessen haben könnte. Heute kommen Stift und Zettel auf den Nachttisch!
Da ich inzwischen, abgesehen von meinem Hauptrechner (eine GUI, die per JavaScript gezeichnet wird, ist über Remote-X einfach zu langsam, deshalb setze ich hier noch auf den blöden galeon - Firefox 3 soll da ja aber besser werden), inzwischen überall auf Iceweasel/ Firefox umgestiegen bin, möchte ich hier mal die von mir genutzten Extensions präsentieren. Auch, aber nicht nur, um bei der Einrichtung eines neuen Rechners nicht groß suchen zu müssen :-)
Extensions
- Adblock Plus als Spamblocker. Das Ding ist einfach gut, sowas fehlt mir unter Galeon, da hantiere ich mit squid und adzapper...
- Session Manager für ordentliches Tab-Handling. Ich kann nicht mehr ohne und der regelt das fast so, wie ich es vom galeon gewohnt bin.
- firemacs für "gewohnte" Tastenkürzel in Texteingabefeldern. Netter Nebeneffekt (gewollt, ich will das lernen): Da auch die Browser-Tastenkürzel defaultmäßig verdreht sind, treibt das mich und eventuelle mitnutzer in den Wahnsinn :-)
- Perapera-kun (mit Rikaichan-Wörterbuch) für japanische Seiten. Gerade bei den aktuellen Urlaubsvorbereitungen ein wahnsinnig hilfreiches Tool - verstehe ich doch so recht genau, was die Hotelbuchungsseiten eigentlich von mir wollen.
Themes
- Notebooks haben einen zu kleinen Bildschirm. Also muss man da sparen. Ich hab mal durch verschiedenste Mini-Themes geguckt und bin derzeit je nach Rechner bei miniFox und Littlefox hängengeblieben (wie man sieht, ist es gut, dass ich die von mir benutzten Addons mal notiere). In der Hinterhand (d.h. installiert, aber nicht aktiv) tümmeln sich da noch miniFoxFlat und liquifox.
- Desktops haben Platz. Hier gibt es nur Ein Wahres Theme™, das wird da natürlich genutzt (unter anderem auf meinem Rechner an der Arbeit): PimpZilla
Es wird spannend: Der ganze Großraum Tokyo ist übers nächste Wochenende ausgebucht. Feiertage sind keine, aber wir vermuten stark, dass das mit den drei Konzertterminen von X-Japan zusammenhängt... Man bekommt einfach kein Zimmer mehr am 29.03.!
Unser Plan sieht jetzt vor, dass wir erst einmal in Tokyo nächtigen (10 Fußminuten davon entfernt waren wir letztes Mal auch), um dann frühzeitig aufzubrechen und die nächsten zwei Nächte mal etwas exklusiver zu verbringen (vor allem wegen "keine Zimmer frei"): Es geht in die Berge, und zwar mitten rauf auf den Mitakesan in einen Ryokan(?). In 900m Höhe. Da liegt bestimmt noch Schnee. Die verlangen bis März einen Heizzuschlag...
Das ist definitiv eine andere Seite von Japan als auf der letzten Reise.
Weiter ist noch nichts geplant, das Folgehotel sollten wir aber dringend schon in Tokyo ausgucken, da in der Pampa gibt's bestimmt kein Internet (oder wir schneien total ein).
...das ist gar nicht so leicht, für nächsten Sonntag noch ein Hotelzimmer zubekommen...
Hier mal die Linksammlung für unterwegs:
Rakuten jp
Rakuten en
Ausweichvariante (bestimmt interessanter als ein Capsule-Hotel :-)
Ergänzung erfolgt nach Bedarf
Mal testweise eine neue Kategorie, in der ich Sachen, die mir gerade positiv oder negativ aufgefallen sind, halbwegs strukturiert reinkippen kann. Ursprünglich sollten hier nur aktuelle Ohrwürmer rein, aber das war so ein prägendes Erlebnis vorhin...
Titel: Frauen über 40
von: Flippers
gehört auf: NDR1
Ich mag ja alle (beide!) Arten von Musik - außer der sogenannten "Volksmusik". Bin ich doch jahrelang jeden Morgen damit geweckt worden, kann ich behaupten, dass ich trotz meiner Abneigung mit einigem (viel zu viel, leider!) Hintergrundwissen in der Hinsicht gesegnet bin. So leicht kann mich nichts erschüttern, ich überhöre das gröbste einfach, aber der oben genannte "Song" schlägt einfach alles.
Schlechte Texte ist man gewohnt, langweiliges Gedudel auch, aber hier scheint sich der Musikalische-Phrasen-Generator ein wenig verheddert zu haben (schlechten Random Seed erwischt?). Das Machwerk besteht aus einer einzigen Aneinanderreihung von nicht zueinander passenden musikalischen Motiven, die man sonst eher am Abschluss einer Taktgruppe findet. Normal benutzt, hätte das locker für mindestens acht Songs gereicht - das Gedudel dazwischen kann man sich ja schnell aus der Nase songwriten - aber nein, hier wird das am Stück vergeigt, dass eigentlich nichts "normales" dazwischen mehr übrig bleibt. Das strengt beim Hören an, macht ein Mitsingen (glücklischerweise) fast unmöglich und da das Lied auch nicht unbedingt zum Tanzen, Schunkeln oder Klatschen animiert: was bleibt eigentlich übrig? Nichts. Muss wohl ein Füllsong sein, weil auf dem Album zwischen Track 4 und 6 noch was fehlte.
Erhält nicht mal das Qualitätssiegel "stört nicht beim Abwasch". Ein klarer Fall fürs musikalische KuriositätenGruselkabinett.
|